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Kanye West wettert gegen Apple Music

21.02.2022 | 12:50 Uhr | Thomas Hartmann

Kanye West gilt nicht erst seit seiner aussichtslosen Präsidentschaftskandidatur im letzten Jahr als exzentrisch. Jetzt wendet er sich explizit gegen Apple und Spotify.

Erfolgreich war der aus Chicago stammende schwarze US-Rapper zunächst als Musikproduzent für unter anderem Jay-Z. Seit 2003 wurde ja auch durch eigene Singles und Alben bekannt. Einen Überblick zu seinem Leben und Aktivitäten als Künstler sowie in der Politik gibt es bei Wikipedia.de . Demnach gilt West, bürgerlich seit 2021 Ye, als einer der prägenden Musiker der Hip-Hop- und Popmusik des 21. Jahrhunderts.

Nun hat er nach einem Bericht unter anderem von W&V das Album "Donda 2" auf Instagram angekündigt und dabei Apple Music sowie Spotify, Amazon und Youtube zugleich angegriffen. "Donda 2" werde ausschließlich auf seiner eigenen Plattform, dem puckförmigen Stem Player , einem Musicplayer und zugleich Remix-Maschine für 200 US-Dollar, erhältlich sein. Sein letztes Werk "Donda 1" hatte er exklusiv mit Apple Music beworben, inklusive Live-Konzertstreams zum Album .

Zu seinen Gründen und dem angeblichen Deal mit Apple wird der Künstler mit den Worten zitiert: "Niemand kann mich dafür bezahlen, nicht respektiert zu werden". Er habe einen 100-Millionen-Dollar-Deal von Apple Music ausgeschlagen und werde sein neues Album für keinen der beiden Streamingdienste freigeben.  

Weiter schreibt der Musiker auf Instagram: ”Donda 2 wird nur auf meiner eigenen Plattform erhältlich sein. Nicht auf Apple, Amazon, Spotify oder Youtube. Heute erhalten Künstler nur zwölf Prozent des Geldes, das die Industrie verdient. Es ist an der Zeit, die Musik von diesem erdrückenden System zu befreien. Es ist an der Zeit, die Kontrolle zu übernehmen und unser eigenes System aufzubauen. Geht gleich zu stemplayer.com und bestellt…”.

Gewissermaßen zum Trost für Kayne-West-Fans erinnert der Artikel daran, dass es einen ähnlichen Vorgang schon einmal gehabt: Bereits vergab West demnach 2016 die Exklusivrechte für sein neues Album an den Streamingdienst Tidal – doch zwei Monate später kam die Musik überraschend doch zu Spotify und Apple Music  (wir berichteten).

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