2447459

Kartellbeschwerde gegen Apple in Russland

09.08.2019 | 10:32 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

Der Hersteller von Sicherheitssoftware Kaspersky beschwert sich bei der russischen Kartellbehörde über Apple.

Die russische Kartellbehörde FAS (Federal Antimonopoly Service) hat nach einer Beschwerde des Softwareherstellers Kaspersky Labs eine Untersuchung gegen Apple eingeleitet. Kaspersky beklagt sich, Apple würde eine App zur Kindersicherung nicht in den App Store lassen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters verweist Apple auf eine frühere Erklärung aus dem April .

Damals hatte Apple diverse Kindersicherungen aus dem App Store entfernt, da diese sich des Mobile Device Managements (MDM)  bedienten. Apple hält das in diesem Fall für einen zu starken Eingriff in die Privatsphäre. Kasperksy stellt sich in seiner Beschwerde jedoch auf den Standpunkt, in gewissem Maße sei der Einsatz von MDM durch die App-Store-Bedingungen gedeckt. Apple wolle jedoch Konkurrenz zu seiner eigenen Systemfunktion Bildschirmzeit von iOS 12 und höher verhindern.

Die russische Kartellbehörde merkt dazu an , dass Apple seine Monopolstellung als Betreiber des App Store missbrauche, indem der Entwickler schwammige Anforderungen an die eingereichten Apps stelle und diese noch dazu ständig ändere. Dies führe dazu, dass bereits zugelassene Apps plötzlich nicht mehr den Richtlinien des App Stores entsprächen. Nach Angaben der Kartellbehörde ist die nächste Sitzung in der Causa für den 13. September terminiert.

Eine weitere Kartellbeschwerde wegen Kindersicherungs-Apps ist ebenfalls bei der Europäischen Kommission registriert . Der ukrainische Entwickler Kidslox und der spanische App-Hersteller Qustodio haben bereits Ende April eine Klage bei der Wettbewerbskommission eingereicht.

Macwelt Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2447459