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Kartelluntersuchung gegen "Anmelden mit Apple"

24.02.2021 | 11:35 Uhr | Peter Müller

Mit einem bekannten Konto sich bei Dritten anzumelden, ist praktisch, kann aber Nebenwirkungen haben. Apple bietet eine kluge Alternative – die aber offenbar einigen Anbietern zu sicher ist.

Einigen Entwicklern scheint das von Apple angebotene " Mit Apple anmelden " ein Dorn im Auge zu sein, weswegen sie Beschwerde bei den Kartellbehörden in den USA eingelegt haben. Das Justizministerium will dem nun nachgehen und untersuchen, ob die Funktion tatsächlich den Wettbewerb behindere, in dem sie es schwer mache, zu den Angeboten anderer zu wechseln. Dies berichtet "The Information " unter Bezug auf Kreise des Justizministeriums. (D en Artikel kann man erst komplett lesen, wenn man sich anmeldet. Zum Beispiel mit der Apple-ID. Anm. d. Red .)

Der große Vorteil von der Anmeldung mit Apple: Auf Wunsch tauscht der Service die E-Mail-Adresse gegen eine anonymisierte aus, weitere Daten werden im Gegensatz zur Anmeldung mit Facebook oder Google nicht übertragen. Der Anbieter kann somit keine Bezüge zu sonstigen Internetaktivitäten des Kunden ziehen, da für jeden Service eine individuelle Adresse erstellt wird, eine Profilerstellung zu Werbezwecken ist somit erschwert bis unmöglich gemacht.

Die Beschwerden über Apples Anmeldung ist Teil einer größeren Untersuchung gegen Apple, die klären soll, ob das Unternehmen seine Stellung missbraucht, um mit dem App Store ein Monopol zu betreiben, das Konkurrenten unfair behandelt, indem Apple-Anwendungen bevorzugt werden. Es geht Klägern wie Spotify und Epic Games letztendlich um Geld, die App-Store-Gebühren sind in deren Augen zu hoch. Doch auch anderes Gold lässt sich offenbar schwer in Apples Kosmos schürfen, denn der restriktive Umgang etwa mit Ortsdaten steht ebenso auf dem Plan der Untersuchungen.

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