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Kassenschlager iPod Mini

24.01.2009 | 00:00 Uhr

Kassenschlager iPod Mini

There is one more thing!
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Der Kassenknüller iPod sorgt für tiefschwarze Zahlen
Vergrößern Der Kassenknüller iPod sorgt für tiefschwarze Zahlen

In bunten Farben und mit Microdrive ausgestattet, bot der iPod Mini 4 GB an Kapazität - genug für die 1.000 Songs des Ur-iPods, jetzt eben in AAC kodiert. Ein billiges Vergnügen war der Mini dennoch nicht, mit 250 US-Dollar kostete er nur 50 US-Dollar weniger als ein iPod 3G mit 15 GB Kapazität. War es aber nun Absicht oder Zufall, dass der iPod Mini anfangs so schlecht zu bekommen war, half nur, die Begehrlichkeit nach dem schicken Player ins Unermessliche zu steigern. Statt im Februar oder März war der iPod Mini erst im Juli in Europa erhältlich, spät, aber früh genug: Zusammen mit dem iPod 4G, der nicht mehr auf die vom Scrollrad entfernten Bedienlelemente verfügte, sondern wie der iPod Mini Scrollen und Klicken auf das Click-Wheel übertrug, war der Mini der Renner der Weihnachtssaison. Von Oktober bis Dezember verkaufte Apple 4,58 Millionen iPods, mehr als sechsmal so viele wie im Vorjahr. Kein Wunder, dass der Mac-Hersteller das erste Quartal des Geschäftsjahres 2004/2005 als "das beste aller Zeiten" feiern konnte, mit einem Umsatz von 3,5 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 295 Millionen US-Dollar. Der Trend ging allmählich zum Zweitpod: Während der mit Festplatte im Wohnzimmer in einem Soundsystem seine Dienste leistet, gibt sich der Mini als Begleiter für Freizeit, Sport und Spiel. Dank Microdrive wesentlich unempfindlicher gegen Erschütterungen, eignet sich der iPod Mini bestens zum Sport. Und dank der Farbe, die als Statement daherkommt, auch zum Gesehenwerden.

Das erste iTunes-Handy Motorola ROKR E1 rockte einfach nicht.
Vergrößern Das erste iTunes-Handy Motorola ROKR E1 rockte einfach nicht.

Ein großes Mac-Jahr sollte es doch werden, aber bis in den Sommer hinein brachte Apple wenig begeisternde neue Rechner heraus. Der Power Mac G5 wurde allmählich flotter, von den anvisierten 3 GHZ Taktrate, im Jahr zuvor vollmundig innerhalb von zwölf Monaten versprochen, blieb er weit entfernt. Der Xserve bekam das fällige Upgrade auf den G5-Prozessor, dazu führte Apple ein Servermodell ein, das speziell für den Einsatz in einem Cluster konzipiert war. Das iBook arbeitete nun mit einem G4-Prozessor und damit war die Trennung zwischen Powerbook und iBook ein wenig unschärfer geworden, denn der Mobilrechner mit der höheren Wertigkeit bekam eben keinen G5-Prozessor. Der eMac unterstützte USB 2.0, recht viel mehr war da nicht. Ende Juli meldete Steve Jobs, Apple würde zusammen mit Motorola an einem Handy arbeiten, das Musik mit einem iTunes-Client abspiele, die nahe liegende Bezeichnung "iPhone" vermied Jobs aber. Dabei hatte es erste Spekulationen um ein Apple-Handy dieses Namens schon zwei Jahre zuvor gegeben . Allein, das Rokr enttäuschte, als es mehr als ein Jahr später auf den Markt kam. Das Mac-Produkt des Jahres hatte Steve Jobs dann nicht selbst vorgestellt, denn kurz nach der Motorola-Ankündigung wurde der Apple-CEO krank. Schwer krank. Anfang August musste er sich einer /exports/articles/images/1/0/1/2/0/3/7/e80b35a51e603e8f.jpg 678 800 Das erste iTunes-Handy Motorola ROKR E1 rockte einfach nicht. Das erste iTunes-Handy Motorola ROKR E1 rockte einfach nicht. 2 false Krebs-Operation an der Bauchspeicheldrüse unterziehen. Glücklicher Weise war die Prognose positiv, eine vollständige Heilung der seltenen Variante einer sonst letalen Erkrankung möglich. Die Ärzte hatten nicht zu viel versprochen: Mitte Oktober war Jobs wieder in der Öffentlichkeit zu sehen. Erst im Frühjahr 2008 verriet Jobs, von der Krankheit schon ein Jahr zuvor gewusst zu haben. Zunächst habe man sie konservativ behandelt, bis die Operation unvermeidbar wurde. Schon kurz nach dem Geständnis ging es dem Apple-CEO zusehends schlechter, rapider Gewichtsverlust löste neue Spekulationen aus. Erst in der letzte Woche räumte Jobs ein, Apples Tagesgeschäft nicht mehr führen zu können, bis Ende Juni gönnt sich der Chef des Mac-Herstellers eine Auszeit, in der er sich um seine Genesung kümmern will. Die Rückkehr von Steve Jobs erscheint jedoch fraglich, ausgerechnet zum 25sten Jubiläum des Mac zeichnet sich das Ende einer Ära ab.

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