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Kaufempfehlung & Fazit

30.08.2008 | 00:00 Uhr

Kaufempfehlung & Fazit

Das bunt gemischte Testfeld zeigt sich im Labor als erstaunlich homogen. Die Leistungsunterschiede spiegeln die Preisdifferenzen nicht wieder. Das ist ein Zeichen dafür, dass die LCD-Panels besser werden und sich aufwendiges Tuning für Hochpreisgeräte nur noch bedingt auszahlt.

+ Allgemein gute Bilddarstellung, Farbraum und Reaktionszeiten gegenüber älteren LCD-Generationen deutlich besser, großes Preisspektrum

- Defizite beim Sichtwinkel, vor allem bei den mit TN-Panels ausgestatteten Modellen, Stromverbrauch könnte allgemein niedriger liegen

Einsteiger Die Kontrahenten Viewsonic VP2650wb und LG W2600HP liegen preislich und leistungsmäßig nahe beieinander. Das Modell von LG bietet insgesamt ein etwas besseres Bild, Viewsonic punktet dagegen beim Stromverbrauch.

Profis Wer auf farbverbindliche Arbeiten angewiesen ist, sollte mehr Geld investieren. Der NEC Spectraview LCD2690WUXi liegt hier vorn. Er bietet eine exzellente Farblinearität und ein sehr homogen ausgeleuchtetes Bild. Knapp dahinter folgt Eizo mit dem SX2761WH

Hintergrundwissen: TN - Twisted Nematic

Es gibt unterschiedliche Herstellungsverfahren für LCD-Panels. Eines der ältesten und einfachsten ist das TN-Verfahren. TN steht für Twisted Nematic. Flüssigkristalle liegen dabei schraubenförmig um 90 Grad verdreht zwischen zwei Elektroden und drehen durchfallendes Licht dementsprechend mit. Polarisationsfilter sorgen dafür, dass im Ruhezustand kein Licht durch die Anordnung dringt. Durch Anlegen einer Spannung an die Elektroden drehen sich die Kristalle zurück. Die Polarisationsrichtung des Lichtes ändert sich und die TN-Zelle wird lichtdurchlässig.

Aufwendigere Verfahren wie IPS (In-Plane-Switching), PVA (Patterned Vertical Alignment) oder MVA (Multi-Domain Vertical Alignment) bieten in der Regel wesentlich bessere Blickwinkeleigenschaften und höhere Kontrastwerte. Nachteilig wirkt sich bei diesen Verfahren jedoch die langsamere Reaktionszeit aus.

So testet Macwelt

Testumgebung: Für den Vergleichstest schließen wir alle Monitore an einen Power Mac G5, der mit einer Grafikkarte Nvidia Geforce 6800 Ultra ausgerüstet ist. Wir verwenden Mac-OS X 10.5.4 Leopard. Sämtliche Farb-, Kontrast- und Helligkeitsmessungen führen wir in einem speziellen Dunkelraum durch. Dazu benutzen wir ein Spektrometer der Firma X-Rite. Zum Kalibrieren auf den Weißpunkt D65 mit Gamma 2,2 und D50 mit Gamma 1,8 benutzen wir die Software Basiccolor 4. Zum Ermitteln der Helligkeitsverteilung, der maximalen Helligkeit und des Kontrastverhältnisses verwenden wir die selbst entwickelte Software Howfast Display. Für die Reaktionszeitmessungen benutzen wir einen Helligkeitssensor und ein Speicheroszilloskop der Firma HP.

Praxistest: Zusätzlich zu den messtechnischen Ergebnissen beurteilen wir die Monitore auch subjektiv. Dazu verwenden wir ein spezielles Monitortestprogramm, eine Test-DVD mit verschiedenen Film- und Animationsbeispielen sowie aktuelle 3D-Spiele.

Die Gesamtnote setzt sich aus insgesamt vier Einzelnoten zusammen: Leistung, also die Bildqualität allgemein (55 %), Ausstattung (15 %), Handhabung (10 %) und Ergonomie / Verbrauch (20 %).

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