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Kein Facetime auf älteren Geräten: Apple zahlt Millionen zur Beilegung von Klage

29.04.2020 | 15:40 Uhr |

18 Millionen Dollar zahlt Apple an die Kläger, die Teilnehmer der Sammelklage erhalten jeweils nur drei Dollar.

Apple hat sich im Rechtsstreit mit den Vertretern einer Sammelklage auf eine Kompensationssumme von 18 Millionen US-Dollar geeinigt. Das berichtet 9to5mac . 30 Prozent der Summe gehen an die Sammekläger, die beiden ursprünglichen Kläger erhalten jeweils 7.500 US-Dollar. Betroffen waren 3,6 Millionen Geräte, jeder Teilnehmer der Sammelklage erhält eine Entschädigung von 3 Dollar. Bei dem Rechtsstreit ging es um die Funktion Facetime, die nach einem iOS-Update auf älteren Geräten nicht mehr funktionierte.

Die Kläger warfen Apple vor, Facetime auf iPhones mit älteren iOS-Versionen bewusst unbrauchbar gemacht zu haben. Dabei geht es um das iPhone 4 und iPhone 4S mit dem Betriebssystem iOS 6 oder älter. Hintergrund ist die Umstellung des technischen Backends von Facetime. Apple hatte bis 2012 zwei Technologien zur Abwicklung von Facetime-Gesprächen im Einsatz. Eine davon nutzte eine Direktverbindung zwischen den beiden Geräten, einen Peer-to-Peer-Standard . Die verwendete Technologie verletzte jedoch Patente der Firma VirnetX und durfte nicht weiter genutzt werden. Stattdessen wurden die Verbindungen über Drittanbieter-Server abgewickelt. Um die Kosten für den Betrieb von Facetime zu senken, entwickelte Apple eine eigene Peer-to-Peer-Technologie und implementierte diese in iOS 7. Das hatte zur Folge, dass Facetime unter iOS 6 nicht mehr funktionierte.

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