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Kein Netbook für 500 Dollar

30.07.2009 | 13:29 Uhr | Peter Müller

Kein Netbook für 500 Dollar

Apple hat sich in seiner letzten Bilanzpressekonferenz definitiv vom Thema "Netbook" verabschiedet. Ein Gerät zu einem Preis von 400 bis 500 US-Dollar könne man nicht mit den Ansprüchen an Design, Technik und Benutzbarkeit machen, kommentierte Apple-COO Tim Cook langjährige Spekulationen . Zuletzt hatte Cook immer wieder Hintertürchen offen gelassen, zumindest ließen sich Einlassungen über die Gedanken, die sich Apple zu diesem Marktsegment mache und die Ideen, die man in Cupertino habe, so auslegen.

Die Absage an ein Netbook, das mit den Geräten von Asus, Acer und Konsorten direkt konkurriere, bedeutet aber nicht, dass Apple den Markt nicht völlig neue definieren könnte. So drehten sich die jüngsten Spekulationen weniger um ein geschrumpftes Macbook mit echter Tastatur oder mit Touchscreen, sondern eher um einen vergrößerten iPod Touch. Ausgestattet mit Wi-Fi und womöglich UMTS hätte ein solches Gerät sicher Vorteile. Die Grundanforderungen an ein Netbook, unterwegs surfen, spielen, E-Mails schreiben, erfüllen bereits iPod Touch und iPhone, dass der Touchscreen des iPhone um Welten besser funktioniert als der des Modbook, beweisen rund 65.000 Apps im App Store. Warum also nicht die Fläche so weit vergrößern, sodass man die virtuelle Tastatur mit zehn Fingern bedienen könne? Apple wäre etwas derartiges zuzutrauen und wenn man das Gerät auch gleich zusammen mit den an das iPhone gewöhnte Providern mit einem UMTS-Vertrag subventioniert verkauft, könnte man trotz beträchtlicher Entwicklungs-, Herstellungs- und Marketingkosten deutlich unter der 1000-Dollar-Marke bleiben.

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