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"Killerspiele" machen nicht brutal

23.11.2005 | 16:38 Uhr |

Vermehrt wollen Wissenschaftler keinen Zusammenhang mehr zwischen Gewaltspielen und Aggression im Alltag sehen.

Tactical Ops Screenshot
Vergrößern Tactical Ops Screenshot

Ein Bericht der S√ľddeutschen Zeitung d√ľrfte erneut Wasser auf die M√ľhlen der Fans von gewaltt√§tigen Computerspielen sein. Die Psychobiologen Klaus Mathiak und Ren√© Weber testeten die Vorg√§nge im Gehirn mehrerer Versuchpersonen, w√§hrend diese den Ego-Shooter Tactical Ops spielten. Zwar waren w√§hrend des Spielens in den K√∂pfen der Probanden die charakteristischen Aktivit√§ten f√ľr aggressive Gedanken zu beobachten, dennoch lie√üen sich im Anschluss keine anhaltenden Folgen feststellen.

Achim Hackenberg, Medien- und Erziehungswissenschaftler an der Freien Universit√§t Berlin betont, dass junge Menschen vielmehr durch Faktoren, wie das eigene Elternhaus oder den Freundeskreis gepr√§gt w√ľrden. Entscheidend also sei, wie und von wem die Kinder lernen, mit Aggressionssituationen in ihrem Leben klar zu kommen. M√∂glicherweise k√∂nnten die Jugendlichen sogar durch Computerspiele lernen, derartige Situationen in ihrem Leben besser zu bew√§ltigen, so Hackenberg.

Nach wie vor bleibt jedoch die Frage offen, inwieweit sich der Konsum von Gewaltspielen auf lange Zeitr√§ume hinweg auf die Pers√∂nlichkeit der Spieler auswirkt, existieren dazu bislang doch noch keine Erfahrungswerte, auf die man zur√ľckgreifen k√∂nnte.

Info: S√ľddeutsche Zeitung

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