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Kit-Objektiv

23.12.2006 | 09:00 Uhr

Kit-Objektiv

Wir testen alle Kameras in Verbindung mit dem jeweiligen Kit-Objektiv. Dass hier die gĂŒnstigsten Objektive zum Einsatz kommen, um einen attraktiven Preis halten zu können, ist nicht verwunderlich. Ein Merkmal ist bereits die Verarbeitung, so haben alle Objektive einen Bajonett-Verschluss aus Plastik. Das alleine ist indes kein Zeichen fĂŒr eine schlechte DarstellungsqualitĂ€t.

Funktionsrad: An der rechten Oberseite der Sony Alpha 100 befindet sich ein Funktionsrad, in dessen Mitte die Funktionstaste platziert ist. Die Einstellungen kann man am hinteren Display ablesen.
VergrĂ¶ĂŸern Funktionsrad: An der rechten Oberseite der Sony Alpha 100 befindet sich ein Funktionsrad, in dessen Mitte die Funktionstaste platziert ist. Die Einstellungen kann man am hinteren Display ablesen.

Die beste QualitĂ€t im Test bietet das kompakte Kit-Objektiv der Olympus E-400. Durchwegs ĂŒberzeugt es mit guter BildqualitĂ€t, lediglich im Weitwinkelbereich stellen wir eine leichte tonnenförmige Verzeichnung fest, doch dies ist bei dieser Brennweite nahezu unvermeidbar. EnttĂ€uschend aber ist das Kit-Objektiv der Nikon D80, auch wenn sie durch ihre GrĂ¶ĂŸe Ă€ußerlich hochwertig erscheinen mag. Außer einer sehr starken Randabdunklung bei hohen und kurzen Brennweiten stellen wir hier eine extreme Verzeichnung im Weitwinkel und eine sehr hohe Verzeichnung in mittlerer bis langer Brennweite fest. Wir empfehlen daher, die Nikon D80 im Paket gleich mit einem höherwertigen Objektiv zu kaufen.

Sensor statt Film

Mit zehn Megapixel bieten die getesteten Kameras genĂŒgend Spielraum fĂŒr Aufnahmen, die sich auf Formate bis A3-ÜbergrĂ¶ĂŸe ausdrucken lassen. Selbst die Pentax K100D mit sechs Megapixel reicht fĂŒr diese Aufgabe. Ein großer Vorteil von DSLR-Kameras gegenĂŒber Kompaktkameras ist die grĂ¶ĂŸere SensorflĂ€che. So kann man das Bildrauschen minimieren und bei identischer Blendenöffnung eine bessere SchĂ€rfenuntiefe erreichen – dies ist besonders fĂŒr die Portraitfotografie ein beliebtes Stilmittel.

Wackelt nicht: Wie die Pentax K100D bietet die hier abgebildete Sony Alpha 100 einen eingebauten Bildstabilisator. Sony nennt ihn Super Steady Shot.
VergrĂ¶ĂŸern Wackelt nicht: Wie die Pentax K100D bietet die hier abgebildete Sony Alpha 100 einen eingebauten Bildstabilisator. Sony nennt ihn Super Steady Shot.

Der Sensor der Canon EOS 400D hat die GrĂ¶ĂŸe des APS-C-Formats, das etwa 15 x 22 Millimeter misst. Da diese FlĂ€che kleiner als die des 35-mm-Kleinbildformats ist, ergibt sich ein Korrekturfaktor von etwa 1,6. Dieser Korrekturfaktor, auch BrennweitenverlĂ€ngerung oder Crop-Faktor genannt, beschreibt den geĂ€nderten Brennweitenbereich, wĂŒrde man ein Objektiv fĂŒr eine analoge Kleinbildkamera verwenden. Etwas grĂ¶ĂŸer ist die FlĂ€che des Sensors von Sony, der in der Nikon D80 und der Sony Alpha 100 zum Einsatz kommt. Mit den Maßen von 15,8 x 23,6 Millimeter liegt der Korrekturfaktor bei 1,5. In etwa dem Korrekturfaktor 2 entspricht der Sensor der Olympus E-400, fĂŒr die es indes nur fĂŒr digitale Systeme entwickelte Objektive gibt. Bei den kleineren SensorgrĂ¶ĂŸen der DSLR-Kameras leidet daher der Weitwinkelbereich, wĂ€hrend man durch die BrennweitenverlĂ€ngerung im Telebereich profitiert. FĂŒr die verwendeten Kit-Objektive multipliziert man die End-Brennweiten mit dem Crop-Faktor, um einen Vergleich zu Analog-Objektiven herzustellen. Das 18- bis 55-mm-Objektiv einer EOS 350D etwa entspricht 29 bis 88 mm in einem Kleinbildsystem. Diese Umrechnung haben wir auch in der Produkttabelle mit aufgenommen.

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