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Klimawandel: Forscher finden weitere Beweise

26.07.2019 | 10:52 Uhr | Peter Müller

Das warme Mittelalter war eine regionale Erscheinung und kein globales Phänomen, haben Forscher aus Bern ermittelt.

Seit gestern gibt es einen neuen Hitzerekord für Deutschland, über 41 Grad hatte es im Emsland. Normal ist das nicht, es wird aber immer wärmer. Einen weiteren Beweis für den Klimawandel haben Raphael Neukom vom Oeschger-Zentrum für Klimaforschung an der Universität Bern und seine Kollegen gefunden, berichtet Pro Physik . In ihrer Studie legen sie nicht nur dar, dass die wärmste Phase des Weltklimas der letzten 2000 Jahre im 20sten Jahrhundert und dem begonnenen 21sten Jahrhundert liegt. Sondern sie räumen auch mit dem Mythos auf, dass globale Warmphasen "normal" seien und der Mensch und seine Industrie daher keine Auswirkungen auf das Klima hätten. Die gerne dafür herangezogene mittelalterliche Warmphase und die darauf folgende "kleine Eiszeit" seien laut der Schweizer Forscher keine globalen Ereignisse gewesen, sondern zufällige Schwankungen, die nur Regionen in Europa und Nordamerika betrafen. Auch Änderungen der Sonneneinstrahlungen oder Vulkanausbrüche seien keine Erklärung für die beobachtete Warmzeit, sondern allein zufällige Schwankungen im System. Hingegen ist im Industriezeitalter ein Temperaturanstieg auf 98 Prozent der Erdoberfläche nachgewiesen, die Temperaturen steigen auch so stark wie nie sonst in den letzten 2000 Jahren. Klimadaten aus der Zeit vor der Wetteraufzeichnung werden aus Baumringen, Eisbohrkernen, Seesedimenten und Korallen ermitteln.

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