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Kongress: "Verschlüsselung dient der nationalen Sicherheit"

21.12.2016 | 10:57 Uhr |

Ein Ausschuss beider Parlamentskammern kommt in seinem Bericht zu dem Schluss, dass Apple im Streit mit dem FBI richtig gehandelt habe.

Im Streit um Verschlüsselung hat sich ein aus Abgeordneter beider Parteien und beider Parlamentskammern gebildeter Ausschuss des US-Kongresses auf Apples Seite gestellt. "Jede Maßnahme, die eine Schwächung der Verschlüsselung bedeutet, richtet sich gegen nationale Interessen", heißt es im Jahresendbericht . Die Strafverfolgungsbehörden sollten daher andere Methoden ausloten, um an die Daten auf den Smartphones von Verdächtigen oder Straftätern zu gelangen. Gleichwohl sehen die Abgeordneten die Technik als große Hürde bei der Verbrechensbekämpfung.

Würden aber heimische Unternehmen aber die Sicherheit der Verschlüsselung senken, griffen arglose Kunden und auch solche, die etwas zu verbergen hätten, dann eben zu den Produkten ausländischer Hersteller: "Der Kongress kann nicht verhindern, dass sich Böse der Verschlüsselung bedienen – egal ob daheim oder im Ausland." Der Ausschuss hatte sich im März gebildet, als der Streit zwischen Apple und dem FBI an seinem Höhepunkt angelangt war. Die Bundespolizei hatte damals gefordert, Apple solle eine Hintertür für iOS programmieren, damit die Behörde das iPhone 5C des Attentäters von San Bernardino knacken konnte. Apple verweigerte sich dem mit dem Argument, derartige Hintertüren würden nicht nur die eigenen Behörden nutzen können. Dem FBI gelang es mit fremder Hilfe dennoch, das iPhone, dem noch der Secure-Enclave-Chip fehlt,  zu knacken. Neue Erkenntnisse über etwaige Hintermänner des Vielfachmordes auf einer Weihnachtsfeier in einer sozialen Einrichtung der Stadt konnte die Polizei indes nicht gewinnen.

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