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Kontrast, Schärfe und Tonwertkorrektur

23.12.2006 | 09:00 Uhr

Kontrast, Schärfe und Tonwertkorrektur

Tonwertkorrektur: Es zeigt sich, dass eine leichte Tonwertkorrektur das Bildergebnis verbessert – wer aber mehr macht, verliert Details in den hellen Stellen.
Vergrößern Tonwertkorrektur: Es zeigt sich, dass eine leichte Tonwertkorrektur das Bildergebnis verbessert – wer aber mehr macht, verliert Details in den hellen Stellen.

Unter der Bezeichnung Kontrast versteht man üblicherweise den Hell-Dunkel-Kontrast, obwohl es noch andere Kontraste wie den Warm-Kalt-Kontrast gibt. Denn durch Schatten und Licht, beziehungsweise einen hohen Hell-Dunkel-Kontrast, entsteht erst Plastizität im Bild.

Auch wenn ein Foto scharf aufgenommen ist, kann man durch elektronisches Schärfen in der Bildbearbeitung den Gesamteindruck noch deutlich verbessern. Besonders wenn Fotos ausgedruckt oder in professionellem Umfeld weiterverarbeitet werden, wenden Bildbearbeiter meis-tens eine zusätzliche Schärfung an.

Je nach Methode werden die Konturen kontrastierender Farben und Elemente raffiniert hervorgehoben und wirken subjektiv schärfer. Vom Überschärfen spricht man, wenn diese Optimierung sich ins Gegenteil umkehrt und an den geschärften Stellen Farben unschön ausbrechen oder fleckige Artefakte das Bild ruinieren. Daher verschieben wir den Schärferegler mit Fingerspitzengefühl nach rechts.

Mit der Tonwertkorrektur manipulieren wir den Tonwertumfang. Der Tonwert­umfang gibt an, wie viele Tonwertstufen verwendet werden, um von der hellsten Stelle eines Bildes zur dunkelsten zu kommen. Üblicherweise unterstützen die meisten Programme 8 Bit, demzufolge entfallen 256 Abstufungen auf ein Graustufenbild. Farbfotos von der Digitalkamera setzen sich aus drei Kanälen zusammen: Rot, Grün und Blau. Auf jeden dieser Farbkanäle entfallen nun 256 Stufen. Es gibt eine Reihe von Bildformaten und Programmen, die wesentlich mehr Stufen verarbeiten. Sie sind aber eher im professionellen Umfeld zu finden, da die Bilder deutlich mehr Platz auf der Festplatte verbrauchen und der Software mehr Rechenleistung abfordern.

In der Palette „Anpassen“ sieht man über dem irreführend beschrifteten Regler „Ebenen“ eine dreifarbige Ansicht der Verteilung der Tonwerte. Befinden sich in einem bestimmten Helligkeitsbereich viele Werte, so entsteht ein Berg, findet sich im Motiv nur ein geringer Anteil, so verläuft die Kurve flach – verteilt auf die drei Grundfarben rot, grün und blau. Die Anfasserpunkte der Regler ermöglichen die Reduktion des Tonwertumfangs. Profiprogramme verfügen über Messwerkzeuge, die präzise die Bearbeitung unterstützen – in iPhoto muss das Augenmaß reichen. Durch Ziehen des rechten Anfassers etwas zur Mitte hin optimieren wir in unserem Beispiel die Tonwertverteilung.

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