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LG Ultrafine 4K für Macs und iPads – das ist neu

24.05.2019 | 14:43 Uhr | Stephan Wiesend

Der neue LG-Monitor im Apple Store bietet einige interessante Neuerungen, so ist er offiziell mit iPad Pros kompatibel.

Mit dem neuen 4K-Monitor LG Ultrafine 4K hat Apple ohne viel Aufheben einen neuen Monitor eingeführt, der exklusiv über den Apple Store vertrieben wird. Der von LG stammende neue Monitor gleicht seinen beiden Schwestermodellen aufs Haar, bietet aber einige interessante Neuerungen.

Design

Optisch gleicht der Monitor den beiden anderen LG-Monitoren sehr stark, offensichtlich sollen sie zur gleichen Produktlinie gehören. Wie bei den Vorgängern bietet er ein Gehäuse aus schwarzem Kunststoff, ein Glossy-Display sorgt für hohe Brillanz aber leichte Spiegelungen, der verstellbare Standfuß ist abnehmbar. Eine alternative Aufhängung ist möglich, der Standard VESA wird dazu unterstützt. Automatische Anpassung der Helligkeit ermöglicht ein Umgebungslichtsensor.

Panel

Das Panel ist wie bei den Schwestermodellen ein IPS-Panel, Apple gibt die Helligkeit mit 500 Candela an. Laut einer Bedienungsanleitung handelt es sich um ein 8-bit-Panel mit Unterstützung für 10-Bit-Farben. Zur Farbraumunterstützung gibt es ebenfalls keine genauen Angaben, laut Apple unterstützt es den P3-Farbraum, wie bereits die beiden Schwestermodelle.

LG 5K 27MD5KA

LG 4K 24-Zoll 24MD4KL

LG 4K 21,5 22MD4KA

Anzeige-Größe

27" 5K Display 

23,7" (Diagonale) 4K Display

21,5" (Diagonale) 4K Display

Paneltechnologie

IPS

IPS

IPS

Auflösung

5120 x 2880

3840 x 2160 Pixel 

4096 x 2304

Helligkeit

500 cd/m²

500 cd/m²

500 cd/m²

Farbumfang

P3

P3

P3

Anschlüsse

1x Thunderbolt 3, 3x USB‑C 

Zwei Thunderbolt 3 (Input), drei USB‑C

Ein USB-C mit Displayport, drei USB-C mit 480 Mbit

Stromversorgung

Bis zu 85W über Thunderbolt 3

Bis zu 85W über Thunderbolt 3 für Host Stromversorgung und zum Aufladen

Bis zu 60 W über USB-C, beim Macbook Pro 15-Zoll wird für Aufladen und Betrieb ein zusätzliches Netzteil erforderlich

Kamera

ja

nein

nein

Mikro

ja

nein

nein

Lautsprecherkonfigurationen

Stereo

Stereo

Stereo

Höhe

46,4 cm

41,8 cm

38,8 cm

Breite

62,6 cm

55,6 cm

50,5 cm

Tiefe

23,9 cm (mit Ständer), 5,4 cm (ohne Ständer)

23,0 cm (mit Standfuß), 5,0 cm (ohne Standfuß)

21,9 cm (mit Standfuß), 4,4 cm (ohne Standfuß)

Gewicht

8,5 kg

7,0 kg

5,6 kg

Kompatibilität

MacBook Air 2018

MacBook Air 2018

MacBook Air 2018

MacBook Pro ab 2016

MacBook Pro ab 2016

MacBook Pro ab 2016

MacBook Pro ab 2016

MacBook Pro ab 2016

MacBook Pro ab 2016

Mac ab 2017

Mac ab 2017

Mac ab 2017

iMac Pro

iMac Pro

iMac Pro

Mac mini 2018

Mac mini 2018

Mac mini 2018

(ältere Modelle mittels Thunderbolt2-Adapter mit 3840 x 2160, 60 Hz)

12-Zoll Macbook

12-Zoll Macbook

iPad Pro USB-C

iPad Pro USB-C

Preis

1399 Euro

749 Euro

749 Euro

Apple-Support-Dokument zum Monitor

https://support.apple.com/de-de/HT207448

https://support.apple.com/de-de/HT210105

https://support.apple.com/de-de/HT207447

Schnittstellen

Insgesamt fünf Schnittstellen finden sich auf der Rückseite: Zwei Thunderbolt 3-Ports und drei weitere USB-C-Ports – letztere für Peripherie. Im Unterschied zum Vorgänger, bei dem drei USB-C-Schnittstellen nur mit USB-2-Tempo angebunden waren, liefern die USB-C-Schnittstellen aber jetzt mit 5 GBit volle USB-C-Geschwindigkeit. Größter Vorteil gegenüber dem Vorgänger mit 21,5-Zoll-Monitor ist aber wohl die Unterstützung von Thunderbolt 3. Sogar Daisy-Chaining wird unterstützt. Im Unterschied zum Vorgänger kann man über einen zweiten Thunderbolt-Port weitere Thunderbold-Peripherie anschließen oder ein zweites Thunderbolt-Display. Zwei Kabel liegen dem neuen Gerät bei, ein Thunderbolt-3-Kabel und ein USB-C-Kabel. Laut Beschriftung der Verpackung ist letzteres ausdrücklich für Macbooks und iPad Pro gedacht.

Das USB-C-Kabel ist für den Anschluss von Macbook und iPad Pro gedacht.
Vergrößern Das USB-C-Kabel ist für den Anschluss von Macbook und iPad Pro gedacht.
© Youtube/Macrumors

Aufladen von Macbooks

Eine Schwäche des Vorgängers war die Ladeleistung von 60W. Um ein Macbook Pro 15-Zoll gleichzeitig zu nutzen und aufzuladen ist allerdings 85W Leistung erforderlich, die der neue Monitor jetzt bietet.

Keine Webcam

Schade: Nur das teure 5K-Modell bietet Webcam und ein Mikrofon. Zumindest zwei Stereolautsprecher sind integriert, die laut ersten Tests recht annehmbar klingen sollen.

Auflösung

Überraschend ist die relativ niedrige Auflösung, hatte doch der kleinere 21,5-Zoll-Monitor eine höhere Auflösung. (So gibt LG als Pixelpitch 0.1369 mm x 0.1369 mm an.) Die Auflösung von 3840 x 2160 ist aber ein Industriestandard und gilt ebenfalls als echte 4K-Auflösung, bei TV-Geräten nennt man sie auch UHD oder Ultra-HD. Ein Vorteil: Die aktuellen iPad Pro mit USB-C werden unterstützt, ebenso alle Macbooks mit 12-Zoll-Display.

Bei nativer Auflösung sind Bildschirminhalte allerdings sehr klein, vermutlich werden die meisten Anwender aber eine skalierte Auflösung wählen. Eine Option wäre etwa der Modus 1920 x 1080 (also Skalierungsfunktor 2). Tipp: Über die Webseite des Herstellers LG ist mit dem LG Screen Manager eine Updatesoftware verfügbar.

Unklar: Zukunft des 5K-Modells

Etwas rätselhaft ist noch die Zukunft des 5K-Modells, das seit 2016 im Angebot ist: Im deutschen Apple Store ist das 5K-Modell weiterhin bestellbar, im US-Store ist der Monitor seit längerer Zeit noch aufgelistet aber nicht mehr bestellbar. Vermutlich wird das Gerät nur noch aus dem Bestand verkauft und nicht mehr neu hergestellt. Laut Gerüchten soll ja in Kürze ein neues Apple-Display mit 31,6-Zoll-Panel und 6K-Auflösung erscheinen, allerdings ist der Erscheinungstermin noch offen.

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