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Language Tool Pro: Dass/das oder seit/seid – diese Fehler machen Sie nie wieder

22.12.2021 | 17:00 Uhr | Christian Henkel

Rechtschreibkontrolle und Übersetzer gibt es bereits seit einigen Jahren, die online oder in den eigenen Dokumenten benutzt werden können.

Grobe Fehler beim Schreiben müssen daher eigentlich nicht mehr passieren. Der Markt ist gerade in letzter Zeit hart umkämpft und nur wenige verdienen den Stempel “brauchbar”. Bekannte Platzhirsche, die jahrzehntelang im Druckwesen ganz oben stehen, versagen mit ihren Tools beinahe vollständig oder sind nur schlecht ins System integrierbar. Einer der derzeit besten Tools ist ganz klar die Firma Language Tool, die sich mit ihren Plug-ins auch ganze hervorragend in bestehe Dinge wie Wordpress, Google Docs, Facebook und anderes integriert. Aber auch als eigenständiges Tool steht es zur Verfügung.

Language Tool gibt es sowohl als kostenlose Variante als auch eine Bezahlvariante, die dann eigene Wörterbücher und etliches mehr bietet. Wir haben uns mit der Firma LanguageTool einmal genauer unterhalten und das eine oder andere interessante dabei erfahren.

1. Die Integration vom Language Tool ist an vielen Stellen möglich.  Leider bisher nicht direkt in Apple Mail. Ist dieses für die Zukunft geplant, wenn ja, wann und wenn nein, warum nicht?

Tatsächlich wünschen sich das auch viele unserer Nutzer. Bis in jüngster Vergangenheit war es uns nicht möglich eine Integration zu entwickeln, da hierzu einfach die Schnittstellen seitens Apple fehlten. Seit Monterey öffnet sich Apple Mail aber stückweise für eine solche Integration. Daher ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis wir hierfür eine Lösung parat haben. Bis dahin kann man sich unsere Mac-App herunterladen und diese ganz einfach aus Apple Mail per Tastaturkürzel öffnen, um den aktuellen Text zu prüfen. Es gibt sogar eine iOS-App , derzeit jedoch in Beta – Anm. d. Red. 

2. Im Vergleich mit anderen Tools in dieser Art, schneiden Sie mit dem Language Tool ganz hervorragend ab. Was ist der große Unterschied in Bezug auf Korrektur gegenüber den Mitbewerbern?

Wir haben über die letzten Jahre für die wichtigsten Sprachen eigene dedizierte Teams aufgebaut, die LanguageTool stetig verbessern. Das Feedback unserer über zwei Millionen Nutzer spielt dabei eine große Rolle. Unsere größten Erfolge konnten wir aber in jüngster Vergangenheit mit der Entwicklung einer künstlichen Intelligenz zur Erkennung von Grammatik- und Kommafehlern erzielen. Was uns größtenteils von den Mitbewerbern unterscheidet, ist die Multilingualität. Egal in welcher Sprache der Nutzer gerade schreibt, LanguageTool erkennt dies und liefert smarte Vorschläge.

3. Wie lange gibt es das Language Tool in dieser Art und von wem wurde es entwickelt?

Die Technologie "Language Tool" existiert schon fast 20 Jahre. Unser Gründer Daniel Naber hat 2003 bereits an dem Thema im Zuge seiner Thesis gearbeitet. Über die Jahre hat sich hinter der dem Projekt eine große Open-Source-Community aus Fans, Linguisten und Entwicklern gebildet. Seit 2017 betreiben wir das Projekt auch kommerziell.

4. Wie sieht die Zukunft vom Language Tool aus – gibt es Pläne, weitere Entwicklungen?

Wir möchten so viele Menschen wie möglich mit unseren Produkten erreichen. Dafür müssen wir natürlich weitere Integrationen schaffen. Wir glauben, dass eine Grammatikprüfung bald in jedem Programm standardmäßig integriert sein wird und Language Tool dabei eine treibende Kraft spielen wird.

Das Thema Schreibstil ist dann die nächste Evolutionsstufe. Fehlerfreie Texte sind eine Sache, aber stilsicher zu schreiben ist für viele noch eine Herausforderung. Hier kann Language Tool von großer Hilfe sein.

Übrigens nutzen heute schon fast alle großen deutschen Verlage Language Tool, um u.a. ihre eigenen Schreib- und Stilregeln damit abzubilden. (Dieser Text wurde ebenfalls mithilfe von Language Tool Pro redigiert – Anm. d. Red).

5. Thema Integration – Mail ist dabei das „Zauberwort“. Wie sieht es damit aus, was geht, was ist geplant?

Wer Language Tool in Gmail, GMX oder einem anderen webbasierten E-Mail-Programm verwenden will, kann das heute schon, dank unseres Browser-Add-ons. Für Mozilla Thunderbird gibt es sogar ein eigenes Plug-in. Für Apple Mail und Outlook evaluieren wir gerade verschiedene Möglichkeiten.

6. Gibt es Probleme mit anderen Herstellern bezüglich einer Programmintegration?

Sowohl Microsoft als auch Apple waren in der Vergangenheit sehr restriktiv, was eine Integration von Plug-ins in Office- und Mail-Programmen angeht. Das scheint sich jetzt stückweise zu ändern.

 

 

 

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