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Leistung und Hardware

28.10.2006 | 09:00 Uhr

Leistung und Hardware

Druckkomfort: Der Druckausgabe widmet Lightroom ein komplettes Modul. Denkbar, dass es besondere Anpassungen auf bestimmte Druckermodelle geben wird, denn mit den Standarddruckertreibern funktioniert das Druckenmodul noch nicht rund.
Vergrößern Druckkomfort: Der Druckausgabe widmet Lightroom ein komplettes Modul. Denkbar, dass es besondere Anpassungen auf bestimmte Druckermodelle geben wird, denn mit den Standarddruckertreibern funktioniert das Druckenmodul noch nicht rund.

Für die Arbeit im Raw-Konverter hängt Apple die Hardwareanforderungen ziemlich hoch. Zwar sind die Renderzeiten für Raw-Konvertierungen sehr schnell, aber das Errechnen der Vorschaubilder fordert den Prozessor. Geeignete Hardware benötigt nach unserem Eindruck Intel-Prozessoren und auf Mobilrechnern büßt Aperture einen Teil seiner Stärken ein, die das Programm auf einer Konfiguration mit zwei Monitoren besser entfalten kann. Unter den bislang von uns getesteten Raw-Konvertern setzt Aperture 1.5 die Messlatte am höchsten. Selbstredend gilt dies nur für Apple-Hardware. Lightroom ist im Vergleich zur letzten Betaversion deutlich schneller, was für die finale Version einiges Tempo erhoffen lässt. In der Praxis stellt Lightroom Beta 4 weniger Anforderungen an die Hardware und erledigt auch Hintergrundprozesse wie das Rendern von Vorschaudateien so, dass ein reibungsfreies Arbeiten im Programm möglich bleibt.

Fazit

Nach dem Fehlstart von Apple Aperture (siehe Macwelt 2/06) haben die Entwickler kräftig nachgebessert und mit Version 1.5 ein brauchbares Programm vorgestellt. Doch auch die Konkurrenz hat einiges zu bieten. Photoshop Lightroom wird gerade für Besitzer leistungsschwächerer Macs eine echte Alternative zu Aperture sein.

Wertungen

Aperture 1.5

Note: 2,7 befriedigend

Vorzüge deutlich verbesserte Raw-Konvertierung, gute Integration mit Betriebssystem und iLife- sowie iWork-Programmen, Update kostenlos, offene Dateiverwaltung

Nachteile komplexe Einarbeitung, hohe Hardwareanforderungen, keine komplette DNG-Unterstützung

Preis € (D) 300, € (A) 320, CHF 450

Systemanforderungen (empfohlen) Macs mit 2 GHz Intel-Prozessoren oder höher, ab 2 GB RAM

Info Apple

Photoshop Lightroom Beta 4

Note: keine (Betasoftware)

Vorzüge modulares Konzept, offene Dateiverwaltung, gute Renderqualität, interaktive Funktionalität, breite Raw-Formatunterstützung

Nachteile Ausgabemodule noch verbesserungsfähig, Verschlagwortung unbefriedigend, Bildauswahlen bleiben zwischen Programmmodulen teilweise nicht erhalten

Preis noch nicht bekannt

Systemanforderungen Power Mac oder Intel Mac ab G4-Prozessor, 1 GB RAM empfohlen

Info Adobe

Kaufempfehlung

Es wird langsam Zeit für eine kommerzielle Veröffentlichung von Photoshop Lightroom – die öffentliche Betaphase wird dann ungefähr ein Jahr lang gedauert haben. Aperture ist mit Version 1.5 endlich auch in deutscher Sprache und damit auch für nicht-englische Betriebssysteminstallationen einsetzbar. Die Einarbeitung in Aperture ist etwas aufwendiger als in Lightroom, das durch sein modulares Konzept besser auf einzelne Arbeitsschritte zugeschnitten ist. Für Profifotografen mit genügend Geld in der Tasche ist Aperture nun eine echte Alternative zu anderen Raw-Konvertern, auch weil Apple die Konvertierungsqualität verbessert hat. Photoshop Lightroom hat trotz des neuen Namensbestandteils „Photoshop“ nicht viele Gemeinsamkeiten mit Adobes Bildbearbeitung, entwickelt sich aber zu einem ernst zu nehmenden Multiformat-Raw-Konverter. Da nächstes Jahr auch die unter Profifotografen sehr geschätzte Software Capture One Pro in einer stark überarbeiteten Version ansteht, bleibt die Situation bei den Entwicklungslabors für digitale Negative weiter spannend.

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