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Lesbarkeitstests mit Risiken

21.11.2006 | 13:54 Uhr | Stephan Wiesend

Lesbarkeitstests mit Risiken

Mit einem Lesetest kann man herausfinden, wie gut die bevorzugte Rohling-marke zum eigenen Laufwerk passt. Möglich macht dies das Macwelt-Programm Howfast von Christian Möller. Das Benchmark-Programm ist eigentlich für den Test von Festplatten und CD/DVD-Laufwerken gedacht, kann aber indirekt auch die Qualität eines bespielten Rohlings testen. Je besser die Qualität einer DVD ist, desto zuverlässiger kann nämlich ein Laufwerk das Medium auslesen. Howfast liegt ein stark komprimiertes DVD-Image bei, das man mit Toast oder dem Festplatten-Dienstprogramm auf den zu testenden Rohling brennt. Nun wählt man das gebrannte DVD-Medium als Testvolume aus (nicht die Festplatte!) und kann anhand der gemessenen Werte die Geschwindigkeit verschiedener Rohlinge vergleichen. Bei einem Notebook-Laufwerk muss man die Medien allerdings mehrmals einlesen, um einigermaßen verlässliche Werte zu erhalten. Bei guten Medien sind die Werte ähnlich, das Laufwerk läuft hier mit hoher Geschwindigkeit. Problematische Marken sind weniger zuverlässig: Für unseren Test brennen wir mehrere Medien auf einem Macbook mit Superdrive und nutzen dieses Laufwerk auch für das Auslesen der Medien. Während Howfast einer hochwertigen DVD-R von Panasonic bei jeder Messung eine mittlere Datenrate von 5,3 MB pro Sekunde bescheinigt, variiert die Leserate beim Medium von Octron (hergestellt von Ritek) erheblich. Einige Male schafft das Medium sogar eine Datenrate von 7 MB, im Schnitt bleibt die Lesegeschwindigkeit mit 3,7 MB aber deutlich unter der Performance des Panasonic-Mediums. Offensichtlich hat das Laufwerk einige Probleme mit dem Rohling.

Für das Testen von CD-Rohlingen eignet sich Howfast weniger. Die Ergebnisse der uns zur Verfügung stehenden Medien unterscheiden sich kaum und liegen nur wenige Prozent auseinander.

Vorsicht mit Howfast

Achtung: Howfast bietet ein Festplattentestprogramm, das ausschließlich für den Test leerer Festplatten gedacht ist. Wendet man den Test auf sein Startlaufwerk an, wird der leere Festplattenplatz vollständig beschrieben. Stoppt man dies nicht, so zeigt das System, kurz bevor die Festplatte voll ist, einen Warnhinweis, um zu verhindern, dass die Festplatte durch die von Howfast angelegte Testdatei vollständig gefüllt wird. Die aktuelle Version des Tools finden Sie hier.

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