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London: Drohne kollidiert mit Airbus A320 beim Landeanflug

18.04.2016 | 10:22 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Beim Landeanflug auf einen britischen Flughafen ist ein Airbus A320 mit einer Drohne kollidiert. Der Flieger landete sicher.

Ein aus Genf ankommender Airbus A320 von British Airways ist am Sonntagmittag beim Landeanflug auf den Londoner Heathrow-Flughafen mit einem unbekannten Objekt zusammengestoßen. An Bord der Maschine waren 132 Passagiere und fĂŒnf Crewmitglieder.

Nach der Landung meldete der Pilot den Vorfall und gab einem Bericht der BBC zufolge an, dass es sich bei dem fliegenden Objekt wahrscheinlich um eine Drohne gehandelt habe. Die Londoner Polizei nahm daraufhin die Ermittlungen auf, konnte aber bisher den Besitzer des FluggerĂ€ts, bei dem es sich um einen Quadrocopter gehandelt haben dĂŒrfte, noch nicht ermitteln. Den Ermittlern zufolge scheint es sich um den ersten Vorfall dieser Art in Großbritannien zu handeln. 

Der Airbus A320 wurde nach der Landung durch die British-Airways-Techniker untersucht. Nachdem keine SchĂ€den festgestellt werden konnten, wurde die Maschine wieder fĂŒr den Flugbetrieb freigegeben. Ein Vertreter der britischen Flugaufsichtsbehörde erklĂ€rte, dass das Fliegen von Drohnen in unmittelbarer NĂ€he von FlughĂ€fen "absolut inakzeptabel"sei. Den Besitzern der FluggerĂ€te, die sich nicht an die Regeln halten, drohen harte Strafen bis hin zu fĂŒnf Jahren GefĂ€ngnis.

Zuletzt hatte es im November 2015 einen Àhnlichen Vorfall am Londoner Flughafen Gatwick gegeben. Damals meldete ein Pilot einer A321, dass sein Flugzeug beim Landeanflug beinahe von einer Drohne getroffen worden sei. Erst vor einem Monat musste ein Passagierflugzeug einer Drohne ausweichen - in Paris. In den Niederlanden greift die Polizei zu einem kuriosen Mittel gegen Drohnen. Sie lÀsst Adler die FluggerÀte vom Himmel holen.

Auch in Deutschland dĂŒrfen Quadcopter & Co. innerhalb eines Abstands von 1,5 Kilometer in der NĂ€he von FlughĂ€fen nicht in die Luft steigen. Der Bereich zĂ€hlt zu den kontrollierten LuftrĂ€umen (A bis E), in denen jegliche private FluggerĂ€te nicht in die Luft steigen dĂŒrfen. Im unkontrollierten Luftraum (Luftraum G) dĂŒrfen die FluggerĂ€te nur bis zu einer Höhe von 762 Metern in die Luft steigen. Die Besitzer der GerĂ€te sind in der Pflicht, sich vor der Nutzung ihrer FluggerĂ€te darĂŒber zu informieren.

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