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Luca-App: Server nach "Anne Will" zusammengebrochen

03.03.2021 | 12:05 Uhr | Thomas Hartmann

Der ”Fantastische-Vier”-Musiker Smudo stellte am Sonntagabend in der ARD-Talkrunde die von ihm mit betreute Luca-App zur Kontaktverfolgung vor. Danach schossen die Registrierungen offenbar durch die Decke.

Eine App zur einfachen Registrierung der eigenen Daten könnte bald nach den zu erwartenden Lockerungen nötiger denn je sein, um eine schnelle und lückenlose Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen. Dies genau kann die Luca-App  leisten. Sie verspricht ein einfaches Check-in bei Konzerten oder in Restaurants und anderen Anlässen wie für (auch private) Gästelisten per QR-Code-Scan.

Die Daten sollen verschlüsselt und sicher übermittelt werden. Dazu gehört auch die genaue Aufenthaltsdauer an einer Location. Man entscheidet im Zweifel – insbesondere bei einer positiven Testung – selbst darüber, ob man dem Gesundheitsamt seine Kontaktdaten und Aufenthaltsorte der letzten 14 Tage zur Verfügung stellt. Auch nur diese können demnach die in Luca gesicherten Daten entschlüsseln und Infektionsketten nachverfolgen.

Dazu soll speziell die Datenschnittstelle Sormas helfen, die freilich noch nicht bei allen Gesundheitsämtern eingerichtet ist. Gehört eine Person zur Kontaktgruppe eines positiv Getesteten, soll sie vom Gesundheitsamt informiert werden. Auch eine Cluster-Erkennung soll dadurch leichter möglich werden. Zur Registrierung ist eine verifizierte Kontaktinformation wie die Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse erforderlich. Dadurch lassen sich auch willentliche Falschangaben wie in der Vergangenheit mit ”Donald Duck” oder ähnlichem fragwürdigen Blödsinn in Restaurantlisten vermeiden. die Datenhoheit soll aber immer beim User (Gast) verbleiben: Er oder sie entscheidet über die Freigabe der Besuchshistorie.

Mehr zum Hintergrund der App auch als verzweigtes System beschreiben die Entwickler hier. Demnach ist auch die Bundesdruckerei bei der Anbindung an die Gesundheitsämter und dem Support beteiligt. Wer übrigens selbst kein Smartphone besitzt, kann einen QR-Code auch als Schlüsselanhänger nutzen.

Keine Schnittstelle zur Corona Warn App

Nicht möglich ist es, selbst ein positives Ergebnis etwa aus einem PCR-Test dort einzutragen, dafür bräuchte man nach wie vor die offizielle Corona-Warn-App. Insofern wäre Luca bisher eine allerdings wichtige Ergänzung. Sinnvoll wäre es, beide Apps miteinander zu verbinden.

In der ARD-Talksendung ”Die große Ratlosigkeit – gibt es einen Weg aus dem Dauer-Lockdown?” mit Anne Will hat Smudo am vergangenen Sonntag die von ihm mit entwickelte Luca-App vorgestellt, der Beitrag lässt sich in der ARD-Mediathek hier aufrufen . Danach kam es wohl zum großen Ansturm nicht nur für den Download, sondern auch zur Registrierung für die App, wie unter anderem der Musikexpress berichtet.

Die Links zum Download der App fĂĽr Android (mindestens Android 5.0 erforderlich), iOS (ab iOS 12) und die Web-App finden sich zentral hier . Auch ĂĽber Macher und Entwickler der App findet sich auf der Website umfassende Auskunft .

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