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Mac-Anwender zahlen mehr für die gleiche Hardware

06.03.2009 | 10:19 Uhr |

Preis/Leistung in absehbarer Zukunft

Obwohl die neuen Macs alle locker in Sachen Geschwindigkeit und Grafik mit ihren Konkurrenten mithalten können, sieht es im Moment so aus, als ob das Preis/Leistungsverhältnis sich wieder deutlich in Richtung PC verschiebt. Wegen der weltweiten Wirtschaftskrise senken die meisten PC-Hersteller ihre Preise und oder erweitern die Palette mit günstigen Netbooks. "Der Computermarkt wird derzeit aggressiv umkämpft. Theoretisch sollte auch Apple darauf reagieren.", beschreibt IDC-Analyst Richard Shim seine Erwartungen.

Apple hingegen hat nur beim Einsteigermodell der aktualisierten Mac Pros die Preise gesenkt. Das 2,66 GHz-Modell mit Quad-Core gibt es jetzt ab 2.299 Euro. Die Einstiegspreise für die neuen iMacs und Mac Minis blieben hingegen unverändert. "Ohne weitere Preissenkungen von Apple wird die Mac- gegenüber vergleichbarer PC-Hardware bis 40 Prozent teurer sein.", schätzen Shim und Lao.

Zum Beispiel kostet der gerade überarbeitete Mac Mini 40 Prozent mehr als der vergleichbare Nova P22 mini PC von Asustek. Ein anderes Beispiel ist der Mac Pro mit Nehalem-basierten Xeaon-Chip versus Gateways Core i7-940 Desktop-Computer. Während der Mac dank der neusten Architektur dreizehn Prozent schneller ist, bietet Gateway die besser ausgestatteten Komponenten. Gateways Videokarte kommt mit einem zusätzlichen Prozessor, 2 GB DDR5-Ram und 80 GD SSD. Im direkten Vergleich ist Gateways Konfiguration fünfzehn Prozent günstiger als Apples Mac Pro.

Auf der anderen Seite ist Apples neuer iMac im Vergleich zu Dells XPS One 24 zirka 100 Euro günstiger und nebenbei auch fast sieben Kilo leichter.

Also ist der Mac cool genug um teurer sein zu dürfen?

Die Frage bleibt eine Streitfrage und bei der Hardwarefrage hier bleiben echte Kaufargumente wie Design, iLife und Betriebssystem unbeachtet. Analysten haben sich in einem Bericht der Computerworld nur die Hardware sich vorgenommen und nachgerechnet. Demnach zahlen Apple-Kunden für ihre Hardware derzeit im Durchschnitt 30 Prozent mehr. Je nach Modell sind das zwischen sechs Prozent weniger (iMac) oder bis zu 40 Prozent mehr (Mac Mini).

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