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Mac Mini 2022: Alles zu Design, Specs, Preis, Release

11.03.2022 | 14:00 Uhr | Peter Müller

Neues Design, besserer Chip, mehr Anschlüsse. Hier finden Sie alle Informationen, die bislang über den neuen Mac Mini bekannt sind. Trotz des gerade erst erschienenen Mac Studio kann ein neuer Mac Mini schon bald kommen.

Im November 2020 stellte Apple zwei neue Modelle des Mac Mini mit eigenem M1-Chip vor ( Testbericht hier: M1 Mac Mini ). Mit einem Startpreis von 799 € und dem gleichen Prozessor und der gleichen Grafikleistung wie bei den teureren Macbook - und iMac-Modellen scheint der Kauf eines Mac Mini im Moment ein logisches Unterfangen zu sein. Aber es könnte sehr bald ein neues Modell auf den Markt kommen.

Schon länger kursieren Spekulationen, Apple würde an einem neuen, leistungsfähigeren Mac Mini arbeiten, der nicht das Einsteiger-Modell ablösen sollte, sondern eher die High-End-Konfigurationen des Intel-Mac-Mini. Und tatsächlich hat Apple auf die Grundfläche eines Mac Mini einen Rechner mit M1 Max und dem nochmals verdoppelten M1 Ultra herausgebracht. Der ist aber nicht nur mit mehr Schnittstellen ausgestattet, er ist auch deutlich höher geworden und heißt Mac Studio .

Was auffällt: Zwischen Mac Mini M1 und Mac Studio M1 Max klafft eine Lücke - ein Desktop mit M1 Pro fehlt im Programm. Diese Lücke könnte Apple schon bald schließen, aber womöglich nicht auf die offensichtliche Weise. Wie 9to5Mac zuerst berichtete , habe Apple weiterhin einen neuen Mac Mini in Arbeit, dieser solle in zwei Varianten kommen und dabei die bereits zweite Generation des Apple Silicon verwenden: M2 und M2 Pro. Der Schritt von M1 zu M2 ähnelt der von A14 auf A15 beim iPhone, es handelt sich weiter um einen 5-nm-Prozess bei der Chipproduktin, jedoch um einen verbesserten. Leistungssprünge von rund 20 Prozent sind daher zu erwarten, von Generation zu Generation. Laut des Berichts hatte Apple sehr wohl Mac Minis mit M1 Pro und M1 Max geplant, diese Pläne aber zugunsten des Mac Studio verworfen und sich der zweiten M-Generation zugewandt.

Der M2 soll mit acht CPU-Kernen kommen, jeweils vier für Effizienz und hohe Leistung, wie beim M1. Die Anzahl der Grafikkerne steige aber von acht auf zehn. Der M2 Pro wiederum komme mit acht Hochliesutngskernen und vier effizienten, bringe also zwei CPU-Kerne mehr als der M1 Pro. Versionen mit M2 Max oder M2 Ultra seine für den Mac Mini nicht gedacht, für deren Strmverbrauch dürfte auch dessen Gehäuse zu klein sein. Derartige Chips könnten dann neue Versionen des Mac Studio antreiben.

Wann mit dem neuen Mac Mini zu rechnen ist

Über einen neuen Mac Mini plant, hatte Bloomberg-Redakteur Mark Gurman im Mai 2021 erstmals berichtet. Der Apple-Spezialist behauptete, dass "Apple sich darauf vorbereitet, mehrere neue Mac-Laptops und -Desktops mit schnelleren Prozessoren, neuen Designs und verbesserter Konnektivität zu externen Geräten herauszubringen." – steng genommen eine Binsenweisheit.

Seitdem hatte Apple im Herbst 2021 ein 14-Zoll-Macbook Pro und ein 16-Zoll-Macbook Pro vorgestellt, zusammen mit den M1-Nachfolgern M1 Pro und M1 Max. Statt eines neuen Mac Mini gab es im Frühjahr 2022 den Mac Studio.

Wann wird der neue Mac Mini auf den Markt kommen? Wir wissen es nicht genau. Die nächste Gelegenheit hätte Apple zur WWDC im Juni. Die Entwicklerkonferenz wird sich zwar um Software drehen, Hardwarevorstellungen in diesem Rahmen sind aber nicht unüblich, man denke nur an den Mac Pro im Jahr 2019. Die meisten Berichte über kommendes Apple Silicon sprachen von der zweiten Jahreshälfte 2022, in der die ersten M2-Rechner herauskommen könnten, etwa auch ein erneuertes Macbook Air.

Preis

Der aktuelle Mac Mini mit Intel-Chip, den neue Modelle mit M2 und M2 Pro ersetzen werden, kostet  in seiner Grundausstattung 1.259 Euro, daher gehen wir davon aus, dass das neue M2-Pro-Modell einen ähnlichen Einstiegspreis haben wird. Die M1-Minis kosten ab 799 € respektive 1.029 €, letzteres könnte der Preispunkt für den M2 sein. Das wäre ein echtes Schnäppchen.

Design

Apple hat das Design des Mac Mini seit einigen Jahren nicht mehr verändert - nicht, weil es nicht möglich gewesen wäre, sondern weil es eine Reihe von Serverfarmen und anderen Unternehmen gibt, die den Mac Mini in Konfigurationen einsetzen, die auf dem bestehenden Formfaktor basieren. Der Mac Studio ist indes auf der gleichen Grundfläche in die Höhe gewachen.

Der neue Mac Mini könnte wiederum ein neues Design bekommen, allein, um sich vom Mac Mini M1 (Silber) und vom INtel-Mac-Mini (Spacegray) abzuheben. Der berühmt-berüchtigte Apple-Leaker Jon Prosser hat Details zum Design des neuen Mac Mini-Modells enthüllt, die darauf hindeuten, dass er deutlich dünner sein wird als das aktuelle Modell und eine "plexiglasähnliche" Oberseite hat. Schon jetzt ist angesichts der Leistungsfähigkeit des M1 das bewährte Gehäuse ein wenig groß, ein M2 könnte noch effizienter werden, lediglich ein M2 Pro benasprucht vermutlich etwas mehr Platz, könnte aber auch noch in eine kompaktere Form passen.

Ian Zelbo hat auf der Grundlage dieser Erkenntnisse einige Illustrationen angefertigt, die von Prosser veröffentlicht wurden. Die Renderings deuten darauf hin, dass der neue Mini in Silber und Weiß erhältlich sein wird und nicht in einer den neuen bunten Farben, die man beim 24-Zoll-iMac sieht.

Der Mac mini wird vielleicht ein neues Design erhalten.
Vergrößern Der Mac mini wird vielleicht ein neues Design erhalten.
© Ian Zelbo

Die Anschlüsse sollten die gleichen sein wie beim neuesten Intel-Modell:

  • vier Thunderbolt/USB-C

  • zwei USB-A

  • Ethernet

  • HDMI.

Das ist in jedem FAll ein guter Satz an I/O, der Mac Studio glänzt mit sechs mal Thunderbolt 4, drei mal USB-A, HDMI, 10-GB-Ethernet und sogar einem SDXC-Card-Slot auf der Vorderseite.

Was das Mac Stuido nicht bekommen hat, ist ein Magsafe-Anschluss wie bei den Macbook Pro. Das ist für einen Desktop auch nicht weiter wichtig, ein neuer Mac Mini wird kaum damit kommen.

Prozessor & Grafik

Sollten sich die Spekulationen bewahrheiten, haben Sie beim Kauf die Wahl zwischen zwei Optionen: dem M2 und dem M2 Pro. Wie weiter oben beschreiben, würden sich die SoCs bei der Anzahl ihrer CPU-Kerne unterscheiden, hier acht und dort zwölf, wovon jeweils vier auf Effizienz getrimmt sind und die einfacheren Aufgaben erledigen, der Rest kümmer sich mit hoher Performance um den Rest. Dazu kommen 16 GPU-Cluster beim M1 Pro und 32 GPU-Cluster beim M1 Max. Mehr Details zu den Unterschiedenen zwischen den beiden Chips und der enormen Leistungsfähigkeit finden Sie hier:

RAM

Einer der Vorteile des Intel Mac Mini, den Apple immer noch verkauft, ist, dass er mit bis zu 64 GB RAM konfiguriert werden kann. Der M1 Mac Mini (und alle M1 Macs) haben maximal 16 GB RAM. Mehr kann man nicht hinzufügen. Für manche ist das ein wichtiger Grund, keinen M1 Mac zu kaufen.

Apples neuer Chip verwendet eine einheitliche Speicherarchitektur, die sicherstellt, dass alle Komponenten - sei es die Grafikeinheit, die Haupt-CPU oder die verschiedenen Hilfsprozessoren - unmittelbaren Zugriff auf denselben Arbeitsspeicher haben. Leistungseinbußen durch die Umgestaltung des Speicherzugriffs können daher nicht auftreten.

Trotzdem haben vor allem professionelle Anwender hohe Anforderungen an Ihre Geräte und gerade bei Tätigkeiten wie Bildbearbeitung, Videobearbeitung oder Coding ist ein großer Arbeitsspeicher wichtig. Die gute Nachricht ist, dass wir inzwischen wissen, dass der M1 Pro und M1 Max mehr RAM unterstützen.

Der M1 Pro lässt sich auf bis zu 32 GB RAM aufrüsten, der M1 Max sogar auf bis zu 64 GB. Das kommt zwar noch nicht an die 1,5 TB Arbeitsspeicher heran, die beim Mac Pro die Grenze darstellen, dürfte aber selbst für die meisten professionellen Anwender genügen.

Wir können davon ausgehen, dass der M2 weiter 8 GB oder 16 GB gemeinsamen Speicher bietet, der M2 Pro könnte bis zu 32 GB bieten.

Ports und Peripheriegeräte

Der neue Mac Mini  muss nicht zwangsweise mehr Anschlüsse als das aktuelle Modell haben, so könnte ein Unterschied zum Mac Studio bestehen bleiben.

Sowohl das alte als auch das neue Mac Mini Modell bieten zwei USB-A-Anschlüsse und einen HDMI 2.0 Anschluss und es ist wahrscheinlich, dass dies auch beim neuen Modell der Fall sein wird. Einer der Hauptvorteile des älteren 2018er Mac Mini, der immer noch zum Verkauf steht, ist, dass er vier Thunderbolt 3/USB-C Anschlüsse hat, während das M1-Modell nur zwei Thunderbolt/USB 4 Anschlüsse bietet. Das wäre vermutlich auch bei einem M2 der Fall, ein M2 Pro könnte indes drei oder gar vier Thunderbolt-Anschlüsse bringen.

Der Mac mini mit Intel-Chip, den Apple immer noch im Sortiment hat, bietet mehr Anschlüsse als die M1-Variante.
Vergrößern Der Mac mini mit Intel-Chip, den Apple immer noch im Sortiment hat, bietet mehr Anschlüsse als die M1-Variante.

Bei den Macbook Pro von 2021 hat Apple mit den neuen SoCs die Thunderbolt-Schnittstellen auf drei erhöht. Es ist durchaus denkbar, dass Apple diese Anzahl als ausreichend erachtet. Die SoCs so zu modifizieren, dass sie vier Thunderbolt-Anschlüsse unterstützen, ist ein Aufwand, den Apple wahrscheinlich nicht als lohnend erachtet.

Die neuen Chips spielen auch eine Rolle bei der Unterstützung externer Displays. Einer der größten Nachteile des M1 Mac Mini ist die Tatsache, dass er nur ein 5K-Display und ein 4K-Display unterstützen kann, während der 2018er Mac Mini bis zu drei 4K-Displays unterstützen kann. Das Macbook Pro mit M1 Pro unterstützt zwei externe Displays mit bis zu 6K-Auflösung, da der Mac Mini über kein eigenes Display verfügt, werden wahrscheinlich drei externe Displays unterstützt. Der M1 Max im Macbook Pro unterstützt bis zu vier Displays, drei davon mit maximal 6K-Auflösung, eines mit maximal 4K. An den Mac Studio können Sie bis zu vier Thunderbolt-Displays anschließen und dazu noch ein weiteres per HDMI. Derartige Flexibilität dürfen wir vom neuen Mac Mini nicht erwarten.

Apple liefert den Mac Mini nicht mit einer Apple-Tastatur aus. Im Moment müssen Sie Ihre eigene Tastatur mitbringen oder eine von Apple kaufen, zum Mac Studio hat Apple seine Peripherie noch in einer zweiten Farboption herausgebracht .

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