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Mac-OS X 10.6 Snow Leopard: Nummer 15 im Jahre 26

24.01.2009 | 00:00 Uhr

Mac-OS X 10.6 Snow Leopard: Nummer 15 im Jahre 26

Seit Frühjahr 2008 ist auch bekannt, wie das nächste Mac-OS X heißen wird. Als Snow Leopard soll Version 10.6 im ersten Halbjahr 2009 auf den Markt kommen. Wir rechnen nach: Von System 1.0 über System 7, Mac-OS 8 und 9 sowie Mac-OS X 10.0 bis 10.5 ist Snow Leopard 25 Jahre nach der Mac-Premiere das 15te Betriebssystem der Macs. Apple hat sich jedoch für Snow Leopard einen Entwicklungsstopp auferlegt, gegenüber Leopard sollen keine oder nur wenige neue Funktionen in das Betriebssystem Einzug halten, stattdessen wollen die Systementwickler unter der Haube arbeiten. Anpassungen vor allem an die Core-Architekturen moderner Rechner tun Not, auch ist das System noch nicht vollständig auf 64 Bit ausgelegt, was sich nun ändern soll. Möglich, dass Apple im Frühjahr das System wie die meisten seiner Vorgänger nicht mit "129 Euro für einen neuen Mac" anpreist, sondern stattdessen Leopard-Anwendern das Upgrade gegen eine Schutzgebühr von 29 Euro erlaubt, wie es zuletzt beim Update auf Mac-OS X 10.1 Puma der Fall war.

25 Jahre Mac. Eine Ära. Eine Ära, die sich jedoch ihrem Ende entgegen neigt. Wie im ersten Teil unserer Historie erwähnt, war Steve Jobs mehr oder weniger zufällig zur Mac-Entwicklung gestoßen, man kann ihn ebenso wenig "Vater des Mac" nennen wie man ihn für den sensationellen Comeback-Rechner iMac verantwortlich machen kann. Zumindest von konzeptioneller und entwicklerischer Seite. Unbestritten sind Jobs’ Verdienste jedoch um den Verkauf des Mac, des iMac, des iPod und des iPhone. Welchem Hersteller etwa gelingt es, einen Beitrag in den Abendnachrichten des ZDF zu erhalten, wenn er sein erstes Handy vorstellt? Von welchem CEO ist der Gesundheitszustand Thema von Boulevard über Fachmagazin bis hin zu Wirtschaftspresse? Apple ist Jobs, Jobs ist Apple, das hat die gut 12-jährige Auszeit des Mitbegründers umso mehr bestätigt. Weitere 12 Jahre später könnte Apple nun am Scheideweg stehen, Steve Jobs ist ernsthafter erkrankt als es die Dementis, Beschwichtigungen und Bulletins, die seit Juni 2008 aus Cupertino kamen, befürchten ließen. Offiziell nimmt Jobs für seine Genesung eine Auszeit bis Ende Juni, es steht jedoch zu befürchten, dass der Apple-CEO nicht mehr an seinen Schreibtisch zurückkehrt und einen Ausstieg auf Raten vollzieht. Apple kann auch ohne Jobs, die drei Säulen Mac, iPod und iPhone sind stabil, hinter Jobs haben sich eine Menge talentierte Leute versammelt. Ob dem Mac-Hersteller aber tatsächliche eine rosige Zukunft beschieden ist, werden die nächsten Mac-Jahre zeigen. Alles Gute zum Geburtstag, Mac! Und: Die besten Wünsche für Steve Jobs’ Gesundheit.

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