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Macbook Air und Pro 2020: Probleme mit USB 2.0

14.07.2020 | 13:41 Uhr | Stephan Wiesend

Nutzer berichten über Verbindungsabbrüche, wenn sie USB-2.0-Peripherie an einem Macbook Air oder Macbook Pro 2020 benutzen.

Update vom 20. Juli 2020:
Offensichtlich hat   Apple   Probleme mit mancher älteren   Peripherie, die noch mit USB 2.0 funktioniert, behoben. Seit einem Monat kursieren nämlich Berichte, dass neuere Macs wie das   Macbook   Pro 2020 und das   Macbook   Air 2020 nach einiger Zeit die Verbindung zur Maus oder zur Tastatur abbrechen. Keine üblichen Methoden wie SMC zurücksetzen würden helfen. In den Veröffentlichungsnotizen zu macOS 10.15.6 Catalina findet sich ein Hinweis, dass nun "manche Tastaturen und Mäuse besser funktionieren". Die Nutzer im Reddit-Beitrag, der auf dieses Problem hingewiesen hat, bestätigen die Besserung   .  

Ursprünglicher Artikel vom 14.07

USB-Geräte des Typs USB 2.0 sind meist schon relativ alt, viele Anwender nutzen aber noch immer Tastaturen, Mäuse oder Audio-Geräte mit dieser 2008 von USB 3.0 abgelösten Spezifikation. Käufer eines neuen Macbook Air von 2020 oder Macbook Pro 2020 berichten allerdings in zahlreichen Beiträgen über Probleme mit diesen Geräten: Nach einer bestimmten Zeit friert die Maus oder die Tastatur ein und kann nicht mehr verwendet werden. Was die Fehlersuche nicht einfacher macht: Für die Verwendung am Macbook ist ein zusätzlicher USB-C-Hub nötig, da das Macbook nur zwei bzw. vier Thunderbolt-Schnittstellen anbietet. Was auffällig: Die anderen  Schnittstellen der Hubs – etwa HDMI – funktionieren weiter. Geräte mit der neueren USB-3.0-Spezifikation sind nicht betroffen. Offensichtlich sorgt USB 2.0 hier für das Problem, was auch der Peripherie-Hersteller Elgato bestätigt .

Vom Apple Support gab es hier bisher keine Lösung, übliche Tipps wie das Zurücksetzen des SMC können das Problem langfristig nicht lösen, nach Berichten einiger Nutzer soll selbst der Austausch des Gerätes keine Besserung bringen. Angeblich ist sogar macOS Big Sur Beta von dem Problem betroffen – Bootcamp dagegen nicht. Besonders ausführlich hatte schon vor einigen Wochen ein Nutzer eines Macbook Pro 13-Zoll dieses Problem auf Reddit beschrieben. Er konnte es mit gleich drei USB-C-Hubs reproduzieren, drei verbreiteten Modellen von Startech, Satechi und Anker. Sowohl eine USB-2.0-Maus als auch eine Tastatur waren betroffen. Bei allen USB-C-Hubs verloren die Geräte die Verbindung, blieben aber im Systemprogramm Systeminformationen weiter aufgelistet. Problemlos funktionierten diese Geräte aber an einem vierten Hub, dem Thunderbolt-3-Hub CaldDigit TS3+. Dieser Hub ist allerdings mit einem Preis mit 270 Euro nicht gerade günstig . Der Unterschied ist aber offensichtlich, dass für den Mac die USB-2.0-Geräten durch den Hub wie USB-3.0-Geräte erscheinen. Der Beitrag sorgte für zahlreiche Reaktionen, die die Probleme mit USB-Hubs bestätigten. Laut einigen Berichten soll sogar Apples USB-C-auf-USB-A Hub betroffen sein, nicht dagegen weitere Thunderbolt-3-Hubs anderer Hersteller.

Thunderbolt 3-Docks sind deutlich teurer als USB-C-Docks.
Vergrößern Thunderbolt 3-Docks sind deutlich teurer als USB-C-Docks.

Unsere Meinung:

Offensichtlich sorgen USB-2.0-Geräte an den neuen Macbooks für Probleme. Wie man als Nutzer das Problem lösen soll, ist allerdings fraglich. Der Kauf eines teuren Thunderbolt-Docks ist wohl keine akzeptable Lösung, oft wäre da der Austausch der USB-Geräte der günstigere Ausweg. Vielleicht behebt ja Apple das Problem durch eines der nächsten Systemupdate, das ist aber ungewiss.

Weitere Informationen zum Thema USB-C und Thunderbolt finden Sie hier.

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