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Macbook Air unter 1000 Euro – für wen es sich noch lohnt

12.11.2020 | 10:25 Uhr | Peter Müller

Anders als beim Macbook Pro 13'' hat Apple die zuletzt im März leicht überarbeiteten Macbook Air mit Intel-Chip aus dem Handel genommen. Restbestände sind bei diversen Händlern zum Ausverkaufspreis zu haben. Für wen sich das lohnt – und für wen nicht.

Im Frühjahr hatte Apple das Macbook Air noch einmal verbessert, den Einsteiger-Notebook Prozessoren aus Intels Ice-Lake-Generation verpasst und vor allem eine bessere Tastatur, nach den eher schlechten Erfahrungen mit dem Schmetterlingsmechanismus. Im Test lobten wir die Fortschritte bei der Performance , die jedoch zu Lasten der Akkulaufzeit gingen, eine Stunde weniger hatte bereits Apple eingeräumt.

Nun ist das Macbook Air mit Intel Core i3 Geschichte, Apple verkauft nur noch die neuen Macbook Air mit M1-SoC, die laut Hersteller eine dreifach bessere Performance bieten und das bei wesentlich längerer Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden. Die gesteigerte Effizienz lässt auch auf einen Lüfter verzichten. Erste Benchmarks bestätigen Apples Aussagen im Wesentlichen , im Geekbench schlägt das Einsteiger-Macbook das bisherige Flaggschiff Macbook Pro 16'' mit i9-Chip klar – und kommt sogar dem Mac Pro nahe. Warum also noch eines der von diversen Händlern angebotenen Restgeräte kaufen.

Dafür spricht natürlich der Preis. Apple verkauft das Macbook Air M1 mit 256 GB SSD für 1.100,50 Euro , die Version mit 512 GB SSD kostet 1.363,70 Euro . Beide Modelle kommen mit 8 GB gemeinsam von CPU und GPU genutzten Speicher, gegen Aufpreis von etwas mehr als 200 Euro gibt es 16 GB, auch die SSD lässt sich bis auf 2 TB beim Kauf erweitern, danach nicht mehr – alles fest verlötet. Die Preise sind gegenüber der der Vorversion in Deutschland leicht gefallen, in den USA bleibt der Einstiegspreis von 999 US-Dollar netto.

Diverse Händler bieten das noch junge, aber doch schon alte Macbook Air mit Intel-Chip aus dem Sommer 2020 nun zu Preise an, die bei unter 1000 Euro beginnen, siehe etwa Macwelt-Preisvergleich .

Für den Kauf eines Macbook Air 2020 Intel Core sprechen vor allem zwei Gründe:

  1. Wer das Macbook Air als Zweitgerät einsetzt, etwa um E-Mails zu schreiben, im Internet zu surfen, Apple TV zu sehen und sich nicht daran stört, dass ab und an ein Lüfter die anfallende Abwärme des Core-Chips aus dem Gerät pustet, ist mit einem Macbook Air mit Core i3, 8GB RAM  und 256 GB SSD ausreichend bedient. Im Home-Office bietet sich ein solches Macbook Air auch wunderbar für die Videokonferenz an, es stört nur die schwache Frontkamera mit ihrer nicht mehr zeitgemäßen Auflösung von 720p. Aber das hat Apple bei der M1-Variante nicht verbessert, selbst die Macbook Pro M1 bleiben hier hinter der Erwartung.

  2. Der womöglich wichtigere Grund heißt "Windows auf dem Mac". Mit dem Abschied von der x86-Architektur kommt auch der von Boot Camp, Windows lässt sich auf den neuartigen Macbooks nicht mehr nativ ausführen. Und ob es je eine performante Emulation oder Virtualisierung geben wird, ist noch völlig offen. Zwar kommen mit Apple Silicon auch viele Business-Apps vom iPad nativ auf den Mac, ob da aber die Programme dabei sind, die man auf absehbare Zeit nutzen wird, muss jeder selbst entscheiden. Spiele sind beim Macbook Air eher nicht das Argument, zu schwachbrüstig ist die Grafik auch unter Windows. Aber der Ausweg, via Thunderbolt eine externe GPU dafür zu nutzen, fällt mit den Macbooks M1 auch weg .

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