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Warum sich der Macbook-Kauf 2021 besonders lohnt – so sparen Sie Steuern

07.03.2021 | 14:48 Uhr | Stephan Wiesend

Durch eine Änderung der Steuerregeln kann man einen teuren Mac jetzt schon innerhalb eines Jahres von der Steuer absetzen.

Vor allem unter Selbständigen sind Begriffe AFA und „Geringwertiges Wirtschaftsgut“ wohlbekannt. Selbständig nutzbare Computer oder auch Software durfte man bisher im Jahr der Anschaffung nur unter bestimmten Voraussetzungen komplett absetzen: Nur  eigenständige Geräte – also nicht den Mac Mini – und nur bei einem Kaufpreis unter 800 Euro ohne Mehrwertsteuer. Das Macbook Pro für 1449 Euro müsste man nach den alten Regeln über drei Jahre ab Kaufdatum abschreiben.

Macbook Pro M1 im Praxistest



Am 19. Januar sind aber einige Steuerzahler mit Vorliebe für teure Computer bereits hellhörig geworden. Laut eines Beschlusses der Bundesregierung wurde nämlich hier eine Änderung angekündigt. Rechtlich hat das Finanzministerium dies nun so geregelt, dass man einen Computer innerhalb eines Jahres abschreiben kann – bisher war dies nur über drei oder mehr Jahre möglich.
Rückwirkend gilt dies für den Zeitraum ab 2021.

Abschreibung für 2021

Angeben können Arbeitnehmer ihre Kosten auf der Anlage N. Für Unternehmer und Selbstständige gilt die Abschreibung für Gewinnermittlungen ab 2021. Die Abschreibung beginnt bei einem Kauf 2021 mit dem Monat des Kaufs und wird durch zwölf geteilt. Sie können also bei einem Kauf im März zehn Zwölftel im Steuerjahr 2021 abschreiben und zwei Zwölftel 2022. Die Abschreibung als GWG gilt aber weiterhin. Kostet der Computer unter 800 Euro, können Sie ihn weiter komplett absetzen.

Interessant: Laut Steuertipps gilt die neue Abschreibungsdauer zwar ab 2021, aber auch für frühere Anschaffungen. Es ist also möglich, die verkürzte Abschreibung auch für Käufe anzuwenden, die in früheren Wirtschaftsjahren stattfanden und die Abschreibungsdauer rückwirkend zu verkürzen.

Regeln bei gemischter Nutzung

Etwas komplizierter wird es  bei einem nur teilweise beruflich genutzten Rechner. Nutzen Sie ihn zu 50 Prozent beruflich, können Sie nur 50 Prozent abschreiben. Nutzen Sie den Rechner nur zu 10 Prozent privat, gilt laut Buhl aber eine sogenannte 10-Prozent-Hürde und sie können ihn trotzdem komplett angeben. Nutzen Sie ihn aber zu weniger als zehn Prozent beruflich, ist ebenfalls kein Abzug möglich.

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