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Macbook Pro 13" 2020: Warum sich das Warten lohnen kann

13.04.2020 | 08:31 Uhr | Stephan Wiesend

Apples neues Macbook Air ist ein attraktives Angebot, für viele Anwender lohnt es sich aber, auf das kommende Macbook Pro zu warten. Wir erklären, warum.

Es gibt gute Gründe, warum sich Mac-Anwender über kommende Apple-Angebote informieren: Für viele ist ihr Macbook oder iMac eine Investition oder mühsam erkämpftes Firmengerät, das viele Jahre täglich genutzt werden wird. Aktuell ist das neue Macbook Air 2020 ein gutes Beispiel für diese Qual der Wahl: Das neue Air ist ein sehr verlockendes Angebot, allerdings soll in Kürze auch der Nachfolger des Macbook Pro 13-Zoll erscheinen – und nicht jeder kann einen „Fehlkauf“ sofort umtauschen oder ersetzen. Hier ist es sehr sinnvoll abzuschätzen, was das neue Pro an Vorteilen bieten wird.

Preis

Noch unklar ist der Preis der neuen Macbook Pro. Das aktuelle Macbook Pro 13 Zoll gibt es ja aktuell in zwei Modellversionen: Eine günstige Linie mit weniger Schnittstellen und einfacherem Kühlsystem kostet ab 1500 Euro, wurde aber gerade erst aktualisiert. Ab 2000 Euro kostet dagegen die Top-Linie der Macbook Pro 13 Zoll mit leistungsfähigerem 2,4 GHz Quad Core und 256 SSD. Vermutlich wird Apple zuerst die Top-Linie aktualisieren, ein Einstiegspreis von 2000 Euro wäre wahrscheinlich. Es gibt aber immer noch die Möglichkeit, dass Apple die beiden Modelllinien zusammenführt – und ein neues Einstiegsmodell für 1500 Euro auf den Markt kommt.

Vergleich zum Macbook Air:

Sucht man ein günstiges Apple-Notebook ist das Air nicht zu schlagen: Für knapp 1159 Euro gibt es das neue Macbook Air etwa bei Cyberport , das neue Macbook Pro wird mindestens 1500 Euro kosten, vermutlich aber 2000 Euro.

Neues Display

Traditionell verbaut Apple in den Pro-Modellen sehr gute Displays. Von den Macbook-Air-Modellen unterscheiden sie sich aktuell etwa durch höhere Helligkeit, was Vorteile nicht zuletzt im Freien bietet. Auch der Farbumfang ist höher, in der Praxis fällt das aber nur Fotografen und Grafikern auf. Es gab Gerüchte, das kommende Macbook könnte erstmals ein 14-Zoll-Display erhalten, vielleicht sogar eine neue Display-Technologie namens Micro-LED. Das wäre ein weiteres Abgrenzungsmerkmal zum Macbook Air. Ob aber 13,3 oder 14 Zoll in der Praxis einen Unterschied machen würde, ist wohl fraglich.

Vergleich zum Macbook Air:

Das Macbook Pro wird ein besseres Display als das Macbook Air bieten, voraussichtlich ist das aber nur für Grafik-Profis von Belang.

Schnellere CPU und Grafik

Im aktuellen Macbook Pro 13 Zoll steckt noch ein Intel-Prozessor der achten Generation, beim Macbook Air ist Apple dagegen schon bei der zehnten Generation namens Ice Lake angelangt. Auch das neue Macbook Pro wird eine neue CPU dieser Generation bekommen, allerdings eine deutlich schnellere Version als im Macbook Air. Der Hintergrund: Die Top-Versionen des Macbook Pro bieten ein leistungsfähigeres Kühlsystem mit zwei Lüftern, was schnellere CPUs und höhere Dauerleistungen ermöglicht. Die leistungsfähigeren CPUs sollen aber die beiden Produkt-Linien auch differenzieren – ebenso wie zwei statt vier Thunderbolt-Schnittstellen.

Ein weiteres Update, das wir erwarten, ist Unterstützung für das neue Pro Display XDR. Aktuell unterstützten ja nur sehr wenige Apple-Notebooks das neue Display: Das Macbook Pro 15 Zoll ab 2018, Macbook Pro 16 Zoll und das Macbook Air 2020 – letzteres erhielt dafür eine moderne Iris Plus Grafik. Auch das kommende Macbook Pro 13-Zoll wird das XDR-Display sicher unterstützen.

Vergleich zum Macbook Air:

Will man sein Macbook für Videoschnitt oder andere aufwendigere Aufgaben verwenden, sollte das Macbook Pro die bessere Wahl sein. Die Eignung für Videospiele wird aber begrenzt sein und vermutlich auf dem Niveau des Macbook Air liegen.

Tastatur

Eine wichtige Neuerung für das kommende Macbook Pro wird die verbesserte Tastatur mit Scheren-Mechanik sein, die Apple mit dem Macbook Pro 16-Zoll einführte. Im Unterschied zum Macbook Air erhält das neue Pro-Modell sicher zusätzlich eine Touch Bar, die innovative Bedienleiste über der Tastatur.

Vergleich zum Macbook Air:

Bei der Tastatur gibt es Gleichstand, Fans der Touch Bar werden aber zum Pro-Modell greifen müssen.

Größe und Gewicht

Am Formfaktor wird Apple nichts ändern, das neue Macbook Pro wird etwa die Abmessungen und das Gewicht des Vorgängers haben. Die neue Tastatur und ein neues 14-Zoll-Displays können es einige Millimeter größer machen, das wird aber kaum spürbar sein.

Vergleich zum Macbook Air:

Gleichstand: Das aktuell Macbook Pro wiegt 1,37 kg, das Macbook Air 1,29 kg. Das fällt kaum auf und auch die Abmessungen sind sehr ähnlich.

Fazit:

Soll man mit dem Kauf eines Macbook Air warten? Das kommende Macbook Pro wird gegenüber dem Macbook Air viele Vorzüge bieten: höhere Leistung, mehr Schnittstellen und das bessere Display. Hohe Preise sind aber sicher zu erwarten. Benötigt man nicht die bestmögliche Performance, wird die neue Pro-Linie voraussichtlich einen schweren Stand gegen das neue Macbook Air haben. Gimmicks wie die Touch Bar haben schließlich nicht jeden überzeugt. Wir sind aber vor allem auf den Preis gespannt und ob Apple endlich die Aufteilung in zwei separate Linien des 13-Zoll-Macbook Pro aufhebt: Bei dem Macbook Air und Mac Mini hat Apple zuletzt die Ausstattung verbessert und ein neues Macbook Pro für 1500 könnte auch dem attraktiven neuen Macbook Air arge Konkurrenz machen.

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