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Macbook Pro M1 Max schlägt Mac Pro in Grafiktests

31.10.2021 | 09:45 Uhr | Halyna Kubiv

Manchmal lohnt es sich sogar Äpfel mit Birnen zu vergleichen, in diesem Fall misst sich das neue Macbook Pro mit Apples Workstation Mac Pro.

Die Hardware-Spezialisten von " Bare Feet " sind für ihre Messungen der aktuellsten Apple-Geräte bekannt, sie haben 2017 herausgefunden, dass das iPhone X in manchen Tests bereits das damals aktuelle Macbook Pro schlägt.  Nun haben sie das neue Macbook Pro M1 Max dem schnellsten und teuersten Apple-Rechner gegenübergestellt – dem Mac Pro. Die beiden Computer laufen bereits unter macOS 12.0.1 Monterey, das Macbook Pro ist mit dem 10-Kerner M1 Max konfiguriert, inklusive Grafikeinheit mit 32 Kernen, einer Neural Engine mit 16 Kernen und 32 GB Arbeitsspeicher. Das ist übrigens die Einstiegs-Konfiguration eines M1-Max-Rechners, sie kostet im deutschen Apple Store 3.849 Euro . Als Upgrade sind noch 64 GB an gemeinsamen Arbeitsspeicher möglich, zudem bietet Apple bis zu 8 TB SSD-Speicher.

Mac Pro über 10.000 Euro teurer

In der anderen Ecke des Test-Rings befindet sich der Mac Pro von 2019 mit dem Intel-Xeon-Chip mit 12 Kernen und getaktet bis 3,3 GHz. In dem Mac sind 96 GB an Arbeitsspeicher eingebaut, zudem eine zweifache Grafikkarte Pro Vega II Duo. Die entsprechende Mac-Pro-Konfiguration mit 256 GB Speicher kostet im Apple Store 8.799 Euro , die Vega II Duo muss man im Apple Store extra dazu kaufen, sie kostet momentan 5.060 Euro . Der Gesamtwert des Macs Pro beläuft sich also auf 13.859 Euro, genau 10.010 Euro mehr als der getestete Macbook Pro. 

Die Testergebnisse

Nun wie schlagen sich die beiden Geräte in Benchmark-Tests? "Bare Feet" hat die üblichen Tests wie BasemarkGPU, Geekbench 5, GFX Bench, Browser Bench und einige Spiele mit Metal laufen lassen. Auffällig ist, dass das Macbook Pro in den beiden Browser-Benchmarks, Motion Mark für komplexe grafische Darstellungen auf Webseiten und JetStream 2 für Java Script, den Mac Pro um die Längen schlägt. Bei Browser Bench Jet Stream 2 kommt das Macbook Pro M1 Max auf 253 Punkte, der Mac Pro auf 171 Punkte. Bei Motion Mark erzielt der Mac Pro 889 Punkte, das Macbook Pro 2077 Punkte. Bei Geekbench 5, einer synthetischen Messung der Chip-Geschwindigkeit, hat der Mac Pro mit 13.125 Punkten beim Multicore-Test die Nase vorn, das Macbook folgt knapp hinterher mit 12.716 Punkten. In zwei weiteren Tests hat das Macbook Pro den Mac Pro geschlagen – bei Basemark GPU mit 4K-Auflösung und bei GFX Bench im Spiel "Aztec". Die restlichen Tests hat der Mac Pro für sich entschieden, auffallend ist der Unterschied bei "Tomb Raider": Bei der Auflösung von 3840 × 2160 kommt der Mac Pro auf 52 Bilder pro Sekunde, das Macbook Pro auf 33 Bilder pro Sekunde. Den Geekbench-Metal-Test hat der Mac Pro ebenfalls mit großem Vorsprung für sich entschieden: 101.938 Punkte gegen 65.279 Punkte beim Macbook Pro. 

Fazit: In nur sehr wenigen Benchmarks konnte der Mac Pro das Macbook Pro deutlich schlagen, bei manchen wie bei Browser-Tests hat sogar das Macbook Pro das Rennen für sich entschieden. Wenn man den Preisunterschied von 10.000 Euro beachtet, sind das durchaus vorzeigbare Ergebnisse. 

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