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Macbook-Pro-Rückruf: Flugverbot für defekte Geräte

14.08.2019 | 10:09 Uhr | Halyna Kubiv, Peter Müller

Die US-Amerikanische Flugbehörde FAA verbietet die Mitnahme der betroffenen Macbooks Pro 15".

Flugverbot für defekte Macbooks Pro 15 Zoll

(14.08.2019)

Auf dem Boden bleiben: Apple musste im Juni einige Macbook Pro des Modelljahrs 2015 wegen defekter Akkus zurück rufen. Das hat nun ein  Nachspiel: Denn obwohl kein Fall bekannt ist, bei denen die zur Überhitzung neigenden Batterien auf einem Flug Feuer gefangen haben, hat die Federal Aviation Admnistration (FAA) in den USA einen Bann gegen die von 2015 bis 2017 gebauten Geräte erhoben, sie dürfen nun nicht mehr an Bord von in den USA startenden Flügen. Bereits am 10. Juli hatte die FAA getwittert "recalled batteries do not fly" und auf eine allgemeine Regel verwiesen. Derartige Rückrufe werden selten öffentlich, die Behörde hat nun noch explizit Airlines darauf hingewiesen und ein entsprechendes Statement veröffentlicht.

Um ein Macbook Pro aus den betroffenen Jahrgängen mit in den Flieger nehmen zu können, muss man entweder anhand der Seriennummer beweisen, dass das konkrete Gerät nicht vom Rückruf betroffen ist oder man den Akku bereits hat austauschen lassen. Die Flugsicherheitsbehörde der EU hat Fluggesellschaften lediglich darauf hingewiesen, darauf zu achten, dass rückgerufene Macbook Pro während des Fluges ausgeschaltet sein müssen. (Peter Müller).

Macbook-Pro-Rückruf: 26 Überhitzungsfälle bekannt

(28.06.2019)

Am Donnerstag Abend vergangener Woche hat Apple bekannt gegeben , dass manche Macbooks aus den Jahren 2015 bis 2017 überhitzen können. Die Nutzer sollten ihr Gerät auf Apples Seite überprüfen und, falls für das Programm qualifiziert, zur Reparatur vorbei bringen. Wie üblich spricht Apple von einer kleinen Anzahl betroffener Geräte.

Nun hat die US-Amerikanische Verbraucherschutzorganisation Consumer Product Safety Commission ein paar interessanten Details dazu bekannt gegeben. Offenbar ist das Risiko der Überhitzung so hoch, dass die Kommission empfiehlt, sofort den Betrieb einzustellen und den Computer zur Reparatur abzugeben. Denn die Überhitzung kann dazu führen, dass der Mac Feuer fängt. Scheinbar muss Apple an die Behörde konkrete Zahlen melden, so sind laut der Webseite bereits 26 Vorfälle bekannt, wenn der Akku im Macbook zu heiß wurde. In fünf von diesen 26 Fällen konnten die Nutzer gerade rechtzeitig die ersten Feuerflammen löschen, in einem Fall hatte der Mac stark geraucht. In weiteren 17 Fällen berichten die Anwender über geringfügige Beschädigung ihres Privateigentums. Offenbar handelt es sich dabei um verbrannte oder geschmolzene Unterlagen wie Tischplatte oder Ähnliches.

Dazu veröffentlicht die Verbraucherschutzkommission auch noch Zahlen der Geräte, die für die Reparatur in Frage kämen. In den USA waren es in diesen zwei Jahren rund 430.000 Geräte, in Kanada deutlich weniger – rund 26.000. Das Problem mit der Akku-Überhitzung betrifft wohl nur eine bestimmte Charge von hergestellten Macbooks, eben deswegen werden die Seriennummer auf der Support-Seite abgefragt, bevor Apple bestätigt, ob sich das eigene Macbook Pro für das Austauschprogramm überhaupt qualifiziert. Wie viele Geräte weltweit betroffen sind, ist nicht bekannt.

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