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Macbook Pro: Thunderbolt 3 macht Probleme

04.11.2016 | 11:51 Uhr |

Apples neues Macbook Pro unterstützt keine Thunderbolt-3-Geräte mit einem bestimmten Chip von Texas Instruments.

Die neuen Macbook Pro bieten nur noch Thunderbolt 3-Schnittstellen, für den Anschluss eines Monitors ist ein Spezialkabel oder ein Adapter erforderlich. Nicht jeder Thunderbolt-3-Adapter läuft allerdings am neuen Macbook Pro, wie ein Besitzer des neuen Apple-Laptops erfahren musste. So werden die vor allem in den USA verkauften Adapter TBT3-DP2X and TBT3-HDMI2X von Plugable vom Macbook nicht erkannt. Die für knapp hundert Euro auch bei Amazon.de erhältlichen Adaptern sind Dual-Adapter, die den gleichzeitigen Anschluss von zwei Monitoren per Displayport oder HDMI ermöglichen sollen.

Schuld ist laut Plugable ein von Plugable verwendeter USB-C-Chip namens TPS65982 von Texas Instruments. Erst die zweite Generation namens TPS65983 ist mit dem Macbook Pro bzw. dessen Intel-Chipset Alpine Ridge kompatibel. Voraussichtlich sollten deshalb auch andere Adpater mit diesem Chip Kompatibilitätsprobleme verursachen. Erfahren habe der Hersteller dies erst nach Erscheinen ihres Macbook Pro.

Angeboten werden die Adapter aktuell deshalb ausdrücklich nur noch für Windows-Geräte, aber auch hier gibt es übrigens einige Kompatibilitätsprobleme . So unterstützen viele PC-Notebooks mit Thunderbolt-3-Unterstützung nur den Anschluss eines Monitors.

Möglicherweise veröffentlicht Apple ein Firmware-Update, das Verbindungsprobleme mit diesen Chips behebt, das ist aber ungewiss. In einer Stellungnahme gegenüber Appleinsider hat Apple Wert darauf gelegt, alle aktuellen Thunderbol-Chipsets mit aktuellen Treibern würden problemlos unterstützt. Die Probleme mit dem Plugable-Adapter wollten sie nicht kommentieren. Wir empfehlen aber, vor dem Kauf eines Adapters oder einer Docking-Station erste Tests mit den neuen Macbook Pro abzuwarten.

Unsere Meinung:

Für Besitzer eines neuen Macbook Pro ist dies eine ärgerliche Nachricht, ist man bei doch bei den neuen Geräten auf Adapter geradezu angewiesen. Allerdings fragen wir uns auch, ob ein Anbieter eines Adapters diesen vor dem Verkauf nicht besser testen sollte.

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