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Apple-Heads, 11.12.: Bruce Sewell - der Anwalt

11.12.2012 | 00:05 Uhr |

Apples Chef-Jurist Bruce Sewell hat derzeit alle Hände voll zu tun, der Gegner Samsung lässt nicht locker. Mit ihm ist in Apples Rechtsabteilung vor allem wieder Kontinuität eingetreten.

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Wie Bruce Sewell auf das Gerichtsurteil vom 24. August 2012 reagiert hat , ist nicht bekannt, doch dürfte dem Rechtsvorstand Apples klar gewesen sein, nur einen Etappensieg errungen zu haben. Samsung, an jenem Spätsommertag von der Jury des Gerichts von Nordkalifornien zu einer Rekordstrafe in Höhe von 1,05 Milliarden US-Dollar verurteilt, lässt nicht locker. Auf der einen Seite versucht der koreanische Konkurrent wegen Zweifeln an einem Juroren das Urteil zu annullieren, auf der anderen Seite la ufen noch weitere Rechtsstreitigkeiten rund um iPhone, iPad und Galaxy .

Lösung vom 10. Dezember

Edward Teller war Robert Oppenheimers großer Gegenspieler in der Zeit nach dem Ende des Manhattan-Projekts. Oppenheimer trat für nukleare Abrüstung ein und erregte so in der McCarthy-Ära das Misstrauen seiner politischen Vorgesetzten. Leo Szillard war auf Seiten Oppenheimers, auch Albert Einstein, dessen Brief an Präsident Roosevelt die Entwicklung der Kernspaltungsbombe vorantrieb, stand nach dem Krieg der Waffe mehr als skeptisch gegenüber.

Sewell dürfte Steve Jobs’ Strategie des „thermonuklearen Kriegs“ gegen Android bekannt gewesen sein, als er 2009 von Intel kommend bei Apple anheuerte. Die jüngsten Entwicklungen in den Prozessen gegen andere Konkurrenten wie Motorola Mobility und HTC lassen jedoch darauf schließen, dass Apple mit Vergleichen Frieden schließen will – manchmal genügt es ja, dem Gegner zu zeigen, welche Waffen man hat, um eine Eskalation zu verhindern. Dann könnte es in Sewells Verantwortungsbereich wieder etwas ruhiger werden – diese Ruhe war seinen unmittelbaren Vorgängern Donald J. Rosenberg und Daniel Cooperman anscheinend nicht beschert, die nach zehn (Rosenberg) beziehungsweise 18 Monaten (Cooperman) das Unternehmen wieder verließen.

Vor den beiden Interimslösungen musste die langjährige Chefjustiziarin Nancy Heinen ihren Hut nehmen – sie war 1997 mit Jobs von Next zu Apple gekommen.  Heinen stolperte wie auch der ehemalige CFO Fred Anderson über Apples Optionsskandal, der im Jahr 2006 ruchbar wurde.

Als Apples Aktie nach wiederholten Gewinnwarnungen in den Jahren 2000 und 2001 bei Werten unter 20 US-Dollar herumdümpelte, waren die als Gehaltsbestandteil gewährten Aktienoptionen für eine Reihe von Top-Managern keinen Pfifferling mehr wert. Bei Apple sind seinerzeit vor allem Anderson und Heinen auf die Idee gekommen, das Datum der Optionsgewährungen zurückzusetzen, um derart den Begünstigten höhere Saläre einzuräumen, wie eine Untersuchung der Börsenaufsicht ergab. Die Methode ist keineswegs illegal, doch begingen Heinen und Anderson dabei schwere Fehler. So wurde in einem Protokoll über eine Aufsichtsratssitzung, die nie stattgefunden hatte, der Beschluss der Rückdatierung festgehalten. Bilanzen der fraglichen Zeiträume musste Apple Jahre später neu erstellen, da die Optionen falsch berechnet waren. Steve Jobs, der die meisten wertlosen Optionen gehalten hatte, war laut SEC über das Vorgehen nicht informiert. Ironie der Geschichte: Erst als ab 2004 der Aktienkurs Apples sich deutlich erholte und allmählich zu seinem im Prinzip bis heute andauernden Höhenflug ansetzte, lösten die betroffenen Manager allmählich ihre Optionen ein oder tauschten sie um. Die Rückdatierung war überflüssig wie ein Kropf.

Heinen akzeptierte in einem außergerichtlichen Vergleich im Sommer 2008 eine Strafzahlung in Höhe von 2,2 Millionen US-Dollar. Ihre Karriere war aber beendet.

Die heutige Frage:

Wann hatte Apple zuletzt einen Aktiensplit vorgenommen, also zwei neue Aktien zum halben Preis gegen jeweils eine alte Aktie ausgetauscht?

  1. Im Januar 1998

  2. Im Februar 2003

  3. Im März 2005

Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese in unser Gewinnspielformular ein , das am 11.12. bis um 23.59 Uhr geöffnet ist.

 

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