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Apple-Heads, 7.12.: Bob Mansfield - der Frührentner

07.12.2012 | 00:05 Uhr |

In Rente mit 50? Bob Mansfield, der ausgesorgt haben dürfte, hat es sich anders überlegt. Oder überlegen müssen.

Das genaue Alter von Apples Senior Vice President of Hardware-Engineering ist unklar, einige Quellen sprechen von 50 Jahren, andere von 55 Jahren. Apple gibt lediglich eine genau Zahl an, Mansfield habe im Jahr 1982 an der Universität von Texas in Austin den Grad des Bachelor of Science in Electrical Engineering (BSEE) erworben, was den meisten Studenten am Anfang ihrer Zwanziger gelingt. Zwischen 50 und 55 dürfte also stimmen, Mansfield ist definitiv zu jung, um bereits in den Ruhestand zu treten. Doch genau das kündigte der leitende Manager im April 2012 an , 13 Jahre bei Apple, davon die letzten sieben in verantwortlicher Position in der Hardwareentwicklung, waren ihm anscheinend genug.

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Schicke Oberflächen kannte Apple auch schon vor Mac-OS X. Mit dem Mac-OS 8, das 1997 das System 7 ablöste, nannte Apple auch einen schicken Codenamen für das Design von Betriebssystem und Programmen: Platinum.

Der Rücktritt vom Rücktritt kam jedoch im August, als Apple bekannt gab, Mansfields Nachfolger Dan Riccio in den Vorstand aufzunehmen . Mansfield solle weiter Vice President bleiben, eine genauere Aufgabe werde man ihm noch zuteilen. Dies geschah Ende Oktober: Mansfield führt seither die neue Technology Group an, die alle Gruppen bei Apple zusammenfasst, die sich mit Hardware-Entwicklung befassen und die in unterschiedliche Teams für Mac-Hardware, mobile Geräte und Funktechniken organisiert sind. Wird Mansfield gewissermaßen erneut zum Vorgesetzten seines Nachfolgers Dan Riccio oder bekleidet er eine Art von Frühstücksdirektorenposten und berät als „elder statesman“ nur noch die im Tagesgeschäft aktiven Manager?

Bob Mansfield
Vergrößern Bob Mansfield
© Apple

Vermutlich werden Apples nächste Imagefilme etwas von der Wahrheit verraten, Mansfield war dort immer als oberster Hardwareentwickler aufgetreten und hatte erklärt, was denn das Besondere an neuen Produkten sei und welche revolutionären Techniken Apple eingebaut habe. Genau wie Design-Chef Jonathan Ive ist Mansfield in der Regel nur in diesen werblichen Filmen zu sehen, bei Keynotes überlässt er die Präsentation der Produkte anderen. Die Macs von 2012, an denen Mansfield entscheidenden Anteil gehabt haben dürfte, präsentierte Marketing-Chef Phil Schiller bei Apples Keynotes.

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