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Apple-Heads, 8.12.: Andy Hertzfeld – der Zauberer von OS

08.12.2012 | 00:05 Uhr |

Andy Hertzfeld gehört zu der alten Riege der Apple-Köpfe. In seiner Zeit bei Apple war er nicht CEO und nicht mal Abteilungsleiter, doch seine Ideen nutzen die Anwender bis heute. Zusammen mit Bill Atkinson und Burrell Smith arbeitete Hertzfeld an dem neuen System für den ersten Macintosh, der 1984 vorgestellt wurde.

Mit dem neuen Rechner und der dazugehörenden Software sollten die Nutzer zum ersten Mal in der Computer-Geschichte keine Kommando-Zeile auswendig können, sondern hatten eine grafische Oberfläche für die alltäglichen Funktionen auf dem Desktop dargestellt bekommen. Eines der Standard-Programmen für den Mac, das bis jetzt zum Lieferumgang jedes OS X gehört, hat Andy Hertzfeld zusammen mit Bruce Horn noch 1982 geschrieben – den Finder . Die allgegenwärtige Diskette, stellvertretend für „Speichern“ in den meisten Programmen nicht nur auf dem Mac, feierte in dem frühen Prototyp ihre Premiere.

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Doch der Alltag bei Apple war für Andy Herzfeld nicht nur von Code-Schreiben und Probleme-Lösen geprägt. Er hat Apple in den Zeiten erlebt, als sich die Firma von ihrem Image "Gegründet in der Garage von zwei Nerds" ablöste und mit dem Macintosh zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für die großen Spieler auf dem Rechner-Markt wurde. Steve Jobs wollte diesen Eindruck auch nach außen vermitteln und so wurden 1982 alle Mitarbeiter mit einer eigenen Visitenkarte zwangsbeglückt. Hertzfeld war mit seinem Titel "Leitender Mitglied der technischen Abteilung" nicht sonderlich zufrieden und verweigerte die Bestellung der Visitenkarte.

Andy Hertzfeld und Steve Wozniak (links) im Jahr 1985
Vergrößern Andy Hertzfeld und Steve Wozniak (links) im Jahr 1985
© Tony Wills

Steve Jobs bekam Wind davon und erteilte seinem Mitarbeiter freie Hand: Hertzfeld konnte sich jeden Titel für die Karte aussuchen, den er mochte. Und so wurde aus einem „leitenden Mitarbeiter der technischen Abteilung ein " Software Wizard ", dies stand zumindest auf seiner Karte. Die Idee wurde schnell verbreitet. Hertzfelds Kollege, Burell Smith, hatte sich selbst zu einem "Hardware Wizard" ernannt, weitere Mitarbeiter suchten sich kreative Namen für ihre Beschäftigung aus statt einer öden Bezeichnung innerhalb der Konzern-Hierarchie. Der Trend hat sich sogar außerhalb Apples auf weitere Firmen ausgebreitet.

Selbst beim Programmieren von Betriebssystemen konnten sich die „Zauberer“ bei Apple kleine Witze nicht verkneifen. 1980 hatte eine Firma namens Franklin Computers auf dem Markt eine genaue Kopie des Apple II vorgestellt. Die Bestandteile der Hardware und die Software waren offensichtlich von Apple geklaut. In der technischen Dokumentation hatten die Ideen-Diebe auf manchen Seiten geschlampt und „Apple“ nicht gegen „Ace“ ersetzt – so hieß der kopierte Rechner, der zudem noch deutlich billiger war. Apple klagte und gewann das Gerichtsverfahren, doch der Schreck in der Firma blieb. Steve Jobs hatte die Idee, eine Sicherung gegen weitere Diebe direkt ins System einzubauen. Bei einem eventuellen Gerichtsverfahren konnte ein Apple-Mitarbeiter in den fremden Rechner eine Code-Zeile eingeben und Beweise des Diebstahls aufrufen. Andy Hertzfeld und seine Kollegen Susan Kare und Steve Capps waren sofort dabei. Susan Kare schaffte ein kleines Icon mit einem eingesperrten Männchen hinter Gitter und einem Logo „ Stolen from Apple “; Steve Capps entwickelte eine Methode für komprimierte Bilder und Hertzfeld schrieb einen Ablauf, der das Bild abrufen lies. Alles, was man dafür brauchte, war ein Debugger-Programm. Darin musste man eine sechsstellige hexadezimale Zahl tippen, gefolgt von „G“. Die Zahl bedeutete die exakte Adresse des Bildes im Festspeicher (read-only memory) und „G“ führte das Skript aus, das das Bild aufrief. Nach Franklin Computer hat keiner der Desktop-Hersteller so offensichtlich die Software von Apple übernommen. Doch Andy Hertzfeld und seine Kollegen schafften mit „Stolen from Apple“ eine „Urban Legend“: In der Gemeinde der Entwickler für Apple II und später Macintosh hatten sie einigen angedeutet, dass in den Tiefen des System sich ein Osterei versteckt. Man behauptet , dass Apple dieses Bild bis heute ins OS X einbaut…

Die Frage

Und nun zur heutigen Frage. Heute ist der Todestag des Sängers und Gitarristen einer Band, die es erst vor zwei Jahren in den iTunes Store geschafft hat. Wie heißt die Band?

  1. The Beatles

  2. Sam Song

  3. AC/DC

Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese in unser Gewinnspielformular ein , das am 8.12. bis um 23.59 Uhr geöffnet ist.

Zu gewinnen gibt es heute:

Den iPad-Ständer Luxa2 H4, gestiftet von Luxa2

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