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Das war 2012: November

05.01.2013 | 00:00 Uhr |

Apple TV oder Fensehapparat von Apple - Spekulationen über das nächste große Ding +++ Highway to Hell: AC/DC im iTunes Store +++ Snow Leopard wird zum Dauerbrenner +++ Apple und HTC schließen Lizenzabkommen

Munster glaubt weiter an Apples Fernsehapparat

"Apple wird im November kommenden Jahres ein revolutionäres TV-Gerät vorstellen und es im darauf folgenden Frühjahr in den Handel bringen," erklärte der Analyst von Piper Jaffray, Gene Munster, im Brustton der Überzeugung auf der von Business Insider veranstalteten Konferenz Ignition.

Dies geschah im November 2011. Da Apple im November 2012 Munster Lügen straft, klingt der Beitrag des Analysten auf der diesjährigen Ignition-Konferenz wie folgt: "Apple wird im November kommenden Jahres ein revolutionäres TV-Gerät vorstellen und es im darauf folgenden Frühjahr in den Handel bringen."

Seine Informationen will er von asiatischen Zulieferern erhalten haben, die auch gleich eine Erklärung liefern, warum es nun ein Jahr später wird. Apple ordere bei den Komponentenherstellern Displays mit dem Halbleiter Indium-Gallium-Zinkoxid (IGZO), habe es aber bisher nicht geschafft, eine Manufaktur zu finden, die Bildschirme in der geforderten Größe liefern könne. Munster hält dies auch für wahrscheinlich schuld an der Verzögerung und nicht langwierige Verhandlungen mit den Rechteinhabern an Inhalten für Apples TV. Wir sind jedenfalls gespannt auf Munsters Redebeitrag zur Ignition 2013.

Im Dezember gibt Apple-CEO Tim Cook in einem Interview mit NBC den Gerüchten neue Nahrung. Cook spricht davon, das Fernsehgeschäft sei für ihn ein Bereich "heftigen Interesses", verriet aber nur die Problematik und nicht die Lösung: "Wenn ich in das Wohnzimmer komme und den Fernseher anschalte, fühle ich mich gleich um zwanzig bis dreißig Jahre zurückversetzt."

Ein Weg zu einem moderneren Ansatz könnte Bluetooth-Unterstützung für die Settop-Box sein, meint 9to5Mac. In der Beta-Fassung von iOS 6.1 gebe es Hinweise darauf, dass die nächste Firmwareversion für das Apple TV den Kurzstreckenfunk freischalten werde. Ein Apple TV ließe sich damit einfach über eine Bluetooth-Tastatur steuern, was insbesondere die Navigation durch den iTunes Store und Youtube erleichtern würde. Die mitgelieferte Fernbedienung ist nur eine Krücke für die Eingabe von Text, lediglich mit einem iOS-Gerät kann man das Apple TV halbwegs bequem steuern. Der Wi-Fi-Chip des Apple TV versteht sich allem Anschein auch auf Bluetooth, ein Firmwareupdate könnte das Funkprotokoll freischalten. Bluetooth-Unterstützung würde das Apple TV aber auch kompatibel zu Fernbedienungen Dritter machen, ebenso sei ein Funkmikrophon für die Sprachsteuerung denkbar - wenn Apple TV mal Siri unterstützen würde.

Während die Zeichen also eher auf einen Ausbau der Settopbox zu stehen scheinen, meint der Analyst Maynard Um von Wells Fargo Securities aber weiterhin, Apple werde einen eigenen Fernsehapparat entwickeln. Dieser passe besser in die Strategie als eine unscheinbare Box, Apple reize der Gedanke, sein Logo "in die Mitte des Wohnzimmers" zu bringen. Apple müsse aber bei der Bereitstellung von Inhalten - insbesondere von Live-TV - große Hürden überspringen, vor der zweiten Hälfte 2013 oder sogar erst Anfang 2014 sei ein solches Gerät kaum denkbar.

Im November spricht Apple mit deutschen TV-Sendern. Dabei soll es um Livestreaming von TV-Inhalten gehen. Wie Macwelt von Brancheninsidern erfahren hat, verhandelt Apple mit deutschen TV-Sendern über TV-Inhalte. Apple will demnach Sendungen als Livestream zeigen. Diese Gespräche führe das Unternehmen unter anderem mit RTL, Pro Sieben und den öffentlich-rechtlichen Sendern. Laut der Quelle soll es dabei unterschiedliche Versionen des Dienstes geben. Apple will offenbar auch eine Art Premium-Dienst mit Timeshift anbieten. Damit könnte man laufende Sendungen pausieren oder zurückspulen. Laut unseren Informationen sollen die öffentlich-rechtlichen Sender bei dem Premium-Dienst jedoch nicht enthalten sein.

Webstreams von Sendern könnten die hauptsächliche Problematik des Apple-Fernsehers lösen und die weltweit unterschiedlichen Übertragungswege für TV-Rundfunk einheitlich auf ein Gerät zu bringen. Bereits früher ist diesem Jahr wurde bekannt, dass Apple in den USA mit den Kabelnetzbetreibern Verhandlungen über TV-Streaming führt. Netzbetreiber in den USA sind gleichzeitig auch TV-Produzenten.

Rock-Nachschub: AC/DC jetzt im iTunes Store

Die australischen Hardrocker von AC/DC sind jetzt auf bei iTunes zu kaufen. Sie waren eine der letzten großen Bands, die sich digitalen Verkäufen verweigert haben.

Apple arbeitet weiter daran, sämtliche Musikgrößen in den iTunes Store zu bekommen. Der Store hat jetzt auch die Musik von AC/DC im Bestand. Bisher hatte sich die Band geweigert, Alben als Download zu verkaufen. Apple bietet im Store über 20 Alben und zwei neue digitale Kompilationen. Die "AC/DC Collection" enthält alle Studioalben, die "Complete Collection" dazu noch Live-Alben.

Apple hat womöglich eine exklusive Abmachung mit AC/DC, denn bei Amazon ist der Katalog der Band noch nicht als MP3-Download erhältlich. Zuvor konnte Apple unter anderem die Beatles nach langen Verhandlungen exklusiv gewinnen, Pink Floyd und Metallica haben sich ebenfalls erst spät dazu entschlossen, ihre Musik auch als Download anzubieten.

Nach wie vor dem iTunes Store verweigern sich Garth Brooks und The Cure.

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