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Made in USA: Apple will angeblich iPhone-Produktion verlagern

07.12.2016 | 11:44 Uhr |

Zurück in die USA: Apple evaluiert angeblich bereits eine Verlegung der iPhone-Produktion. Doch das käme sehr teuer.

Update vom 7.12. : Foxconn beschäftigt sich laut eines Berichts von CNN Money mit Investitionen in den USA. Diese sollen 7 Milliarden US-Dollar umfassen und bis zu 50.000 Arbeitsplätze schaffen. Über die Zahlen gibt die Manufaktur aus Taiwan aber keine Auskunft und bestätigt auch nur vage: "Wir führen vorbereitende Diskussionen über ein mögliches Investment, das unser Geschäft in den USA ausweiten würde." Die Zahlen, die Foxconn nicht kommentieren wollten, standen auf einem Dokument, das der CEO der japanischen Softbank bei einem Treffen mit dem designierten Präsidenten Donald Trump in die Kamera gehalten hatte. Softbank will in den nächsten Jahren 50 Milliarden US-Dollar in Startups investieren und dabei 50.000 neue Jobs schaffen, auf dem papier war aber auch das Logo von Foxconn zu sehen und die Bildunterschrift "Verpflichtet für: Investitionen von 50 Mrd. + 50 Mrd. und 50k + 50k neue Jobs". Über die Größenordnung einer möglichen Investition habe man bei Foxconn aber noch keine Entscheidung getroffen. Das Unternehmen wollte auch nicht die These kommentieren, dass erst die Wahl Trumps die Möglichkeit einer Investition ermöglicht habe.

Original vom 18.11.: Apple reagiert womöglich auf die kruden Forderungen des President elect und überlegt tatsächlich, die iPhone-Produktion zumindest in Teilen in die USA zu verlegen, berichtet Nikkei Asian Review . Während sich Foxconn ernsthaft mit der Möglichkeit beschäftige, habe der zweite große Fertiger Pegatron aus Kostengründen indes bereits abgelehnt, sich weiter mit dem Thema auseinander zu setzen.

Foxconn und Pegatron haben beide ihren Firmensitz in Taiwan und unterhalten Fabriken in Festlandchina, in der Industrieregion im Süden des Landes entlang des Perlflusses. Laut einer Pegatron nahen Quelle befürchte das Unternehmen mehr als eine Verdoppelung der Produktionskosten. Diese beträgt laut IHS Markit beim iPhone 7 mit 64 GB 225 US-Dollar. Apple, Foxconnn und Pegatron haben einen Kommentar zu dem Bericht verweigert.

Eine zweite politische Ankündigung der künftigen Regierung könnte Apple indes entgegen kommen. Trump will die Unternehmenssteuern drastisch senken, Apple hatte in der Vergangenheit angekündigt, dann und nur dann eine Rückführung des im Ausland geparkten Kapitals in die USA einzuleiten. Derzeit nimmt Apple für die Auszahlung von Dividenden in den USA Kredite auf, weil die Zinsen dafür günstiger sind, als 35 Prozent Steuer auf das "repatriierte" Milliardenvermögen zu zahlen.

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