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Magic Mouse 2 zum fünften Geburtstag günstig im Prime Day

13.10.2020 | 12:57 Uhr | Peter Müller

Schon vor für Jahren hatte Apple am 13. Oktober neue Produkte vorgestellt. Eines davon war gewöhnungsbedürtig.

Seit dem 1. März läuft das Jahr 2020 wie das Jahr 2015, was die Abfolge der Wochentage anbetrifft. Der 3. Oktober: ein Samstag. Allerheiligen am 1. November: ein Sonntag. Und dann eben der 13. Oktober: ein Dienstag.

Aber vieles ist anders, wir sind nicht nur fünf Jahre, ähh, interessanter geworden und reifer, sondern die Zeiten auch problematischer. Dachten wir doch noch am 1. März, dass die Vorfälle tags zuvor in Sinsheim, die beinahe zu einem Spielabbruch geführt hätten, wirklich schlimm seien und in jeden Jahresrückblick kämen. Nichts sehnlicher wünscht man sich aber heute zurück als volle Stadien, selbst wenn darin honorige Leute beleidigt werden. Ist eben alles relativ.

Ein weiterer Unterschied zu 2015, der die gleichen Ursachen hat wie leere Fußballstadien: iPhones gibt es erst heute, ab 19 Uhr lesen Sie bei uns die Details . Dafür gibt es aller Voraussicht keine neuen Macs, Apple hebt sich die Premiere des ersten Macs mit Apple Silicon für einen späteren Zeitpunkt auf, wir rechnen mit einer weiteren virtuellen Show im November . Eine bloße Pressemitteilung wird Apple bei diesem wichtigen Thema zu wenig sein.

Diesen Weg zur Information der Öffentlichkeit beschritt Apple an jenem Dienstag heute vor fünf Jahren, als neue iMac-Modelle anstanden. Der iMac 21,5 Zoll war nun erstmals auch mit Retina-Display zu haben, eine ältere Variante mit niedrigerer Auflösung verblieb noch im Angebot. Die neuste Generation der Intel-Core-Chips blieb den 27-Zöllern vorbehalten, der kleine iMac arbeitete mit Broadlake statt mit Skylake. Allein hieran erkennen wir einen Nutzen von Apples anstehendem Wechsel der Prozessorplattform: Bei der Frage A12 oder A14 weiß man immer gleich, welche der neuere ist, man muss sich nur merken, dass der A12Z mehr Kerne hat als der A14 …

Auch die Peripherie erneuerte Apple: Das Magic Trackpad bekam fortan Unterstützung für Force Touch, das Magic Keyboard wurde flacher und kam mit Akku statt mit Batteriefach – und das zu einem deutlich höheren Preis. Teurer wurde auch die Magic Mouse, auch sie bekam eine wiederaufladbare Batterie. Die Buchse dafür baute Apple an eine seltsame Postion: An den Boden der Maus. Sprich, wenn der Akku vom vielen Mäusen mal wieder leer ist, kann man eine Weile nicht arbeiten, solange die Maus am Lightning-Kabel hängt.

Magic Mouse 2
© Apple

Apple Magic Mouse 2

Space Grau

Preis: Euro 65

Das war durchaus beabsichtigt: Nicht wegen der zusätzlichen Pausen, die Stress geplagte Büroarbeiter bekommen, sondern aus dem Grund, dass diese das Lightning-Kabel als Verbindungsstück zu Rechner betrachten, um die Maus daran anschließen zu können. Denn was bei Tastatur und Trackpad ja ganz gut funktioniert – und wegen Ärger mit Bluetooth gerade am Mac Mini auch öfter als gedacht funktionieren muss – geht mit der Maus gar nicht: Während des Betriebes ein Lightning-Kabel eingesteckt lassen. Robust ist etwas anderes, wissen iPhone- und iPad-Nutzer aus eigener Erfahrung, man mag sich gar nicht ausmalen, nach wie vielen – oder eher: wenigen – Wochen das Lightning-Kabel der Maus kaputtgegangen wäre.

Magic Keyboard
© Apple

Apple Magic Keyboard

mit Ziffernblock

Preis: Euro 110

Manche Design-Entscheidungen Apples sind erst auf den zweiten Blick sinnvoll, der reicht bei manchen Produkten aber immer noch nicht. Die Puck-Maus des ursprünglichen iMac hätte man mit den Fingerspitzen statt mit der Handfläche bewegen sollen, meinte Apple um die Jahrtausendwende herum, um dann mit der Pro Mouse wieder eine länglichere Form zu etablieren. Die Magic Mouse indes scheinen Apples Kunden richtig verstanden zu haben. Bei Amazon gibt es sie heute im Rahmen des Prime Day zu einem guten Preis.

Wir sind mal gespannt, was wir heute zu verstehen bekommen und ob wir nicht das ein oder andere Mal den Kopf schütteln müssen, bis wir einen zweiten Blick wagen können.

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