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Malwarebytes: Mac-Malware wird immer mehr

17.12.2019 | 09:35 Uhr | Peter Müller

Die Sicherheitsfirma Malwarebytes hat seine Statistiken aus dem Jahr 2019 ausgewertet: Auf dem Mac gibt es immer mehr Schadprogramme.

Angegriffen : Macs sind sicher vor Malware – das gilt so nicht, auch wenn der Hersteller Malwarebytes natürlich in eigenem Interesse auf Mac-Malware in seinem Blog hinweist. Im Jahr 2019 habe es auch einen signifikanten Zuwachs von Schadprogrammen für den Mac gegeben, wie der Hersteller aus den eigenen Statistiken schließt. Dabei räumt Malwarebytes aber auch zweierlei ein: Es gebe bei den Daten einen Bias, da sie von Rechnern stammten, auf denen die Antivirensoftware des Unternehmens installiert war, viele Nutzer also bereits eine Verunreinigung befürchtet hatten. Des Weiteren sei der Mac kaum noch von traditionellen "vollen" Schadprogrammen betroffen, diese richten sich vor allem an Anwender von Kryptowährungen.

Die allgemeinen Bedrohungen gehen vor allem von Adware aus und von sogenannten PUPs: Potentiell unerwünschten Programmen, die sich einfach so mitinstallieren, aus Paketen wie etwa dem mittlerweile selbst von Google auf eine schwarze Liste gesetzten MacKeeper . Insgesamt habe man 16 Prozent der Vorkommen von Malware auf Macs feststellen können, was aber angesichts des Marktanteils von rund 8 Prozent eine große absolute Zahl bedeute. Auf Windows-Geräten habe man daher in diesem Jahr im Schnitt 4,2 Programme aufgespürt, die da nicht hingehörten, auf dem Mac seien es im Schnitt 9,8 gewesen. Mac-Bedrohungen haben es in diesem Jahr erstmals in die Top Five geschafft, auf die Plätze zwei und fünf. Auf dem zweiten Rang landete etwa die Adware NewTab, die Websites verändern und sich in Chrome-Erweiterungen sowie diversen Programmen wie Flight-Trackern oder E-Mail-Clients verbirgt. Auf dem fünften Platz mit insgesamt drei Prozent aller Bedrohungen landete eine PUP namens PUP.PCVARK.

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