2243900

Mann warnte vor weiteren Berlin-Anschlag: Polizei findet Fake-News-Erfinder

29.12.2016 | 10:20 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Polizei hat den Verfasser einer Whatsapp-Nachricht gefunden. Der Mann warnte vor einem weiteren Anschlag in Berlin. Ein Fake.

Einige Tagen nach dem Terror-Anschlag mit einem LKW auf den Berliner Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz verbreitete ein Mann ├╝ber Whatsapp die Warnung, dass eine Terrorzelle einen weiteren Anschlag - und zwar auf Berliner Einkaufszentren - planen w├╝rde. Diese Warnung war falsch, es handelte sich dabei um eine Fake-News. Die Berliner Polizei musste diese Falschmeldung via Twitter und ├╝ber andere Nachrichten-Kan├Ąle dementieren, weil sich diese Fake-News am Freitag vor Heiligabend rasant ├╝ber die sozialen Netzwerke und Messenger verbreitet hat.

Jetzt hat die Berliner Polizei den Urheber dieser geschmacklosen Fake-News ermittelt, wie sie via Facebook mitgeteilt hat : "Letzten Freitag machte ein Ger├╝cht auf Whatsapp die Runde. Innerhalb k├╝rzester Zeit verbreitete es sich wie ein Lauffeuer. Wir hatten eine Menge Arbeit auf unseren Social Media Kan├Ąlen, dieses sinnlose Ger├╝cht wieder einzufangen, welches mit dem ohnehin angeschlagenen Sicherheitsgef├╝hl vieler Berlinerinnen und Berliner nach den Geschehnissen am Breitscheidplatz spielte.┬á Da versteht es sich doch von selbst, dass wir uns auch an den Feiertagen die Arbeit gemacht haben, den Absender dieses Fakes zu ermitteln. Unterst├╝tzt wurden wir dabei von Ermittlern unseres LKA und vielen irritierten Mitgliedern unserer Community. Dank der zahlreichen Hinweise auf den Koch dieser ├╝blen Ger├╝chtek├╝che wurde dieser an den Weihnachtsfeiertagen von unseren Kollegen des Staatsschutzes pers├Ânlich besucht. Die Geschichte d├╝rfte ihm sprichw├Ârtlich im Halse stecken geblieben sein. Er gab zu, sie frei erfunden zu haben. Nun sieht er einem Verfahren wegen der St├Ârung des ├Âffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten entgegen. " Zitat Ende.

Die Polizei wertete f├╝r ihre Suche Hinweise aus der Bev├Âlkerung aus. Sie wurde bei der Fahndung zudem vom Landeskriminalamt unterst├╝tzt.

Dem Mann drohen maximal drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe, wie Spiegel Online berichtet.


Macwelt Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2243900