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Marke "Apple" verliert in China an Reputation

20.09.2019 | 09:28 Uhr | Peter Müller

"China first" scheinen Verbraucher in der Volksrepublik zu denken – als Reaktion auf den Handelskonflikt mit den USA.

Apple muss zwar auf seine in China gefertigten und in die USA importierten iPhones noch keine Strafzölle zahlen – Zubehör wie Ladegeräte mal ausgenommen – leidet aber bereits jetzt unter dem vom POTUS im Rahmen der America-first-Ideologie angezettelten Handelskonflikt. Denn wie die auf Marken spezialisierten Marktforscher von Prophet bei einer Umfrage unter 13.500 chinesischen Verbrauchern nach deren unverzichtbarsten Marken herausgefunden haben, werden diese immer patriotischer und ziehen chinesische Produkte solchen aus dem Ausland, speziell aus den USA vor. Apple ist etwa von Platz elf im Vorjahr nun auf Rang 24 abgestürzt, während der Konkurrent Huawei von vier auf zwei kletterte. Laut Jay Milliken, einem der Seniorpartner des in Hongkong ansässigen Unternehmens Prophet, reagierten die Kunden damit auf die Maßnahmen der USA gegen Huawei, die US-Unternehmen verbieten, Geschäfte mit dem Smartphone-Hersteller und Netzwerkausrüster zu treiben. Viele Chinesen würden dies als einen unfairen Angriff interpretieren und würden daher in ihrem Konsumverhalten immer patriotischer.

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