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Massenspeicher

21.06.2007 | 13:17 Uhr |

Massenspeicher

 Massenspeicher: Windows XP und Vista stellen jeweils nur die mit FAT formatierte Partition der Festplatte dar und weisen dem Volume einen Laufwerksbuchstaben zu.
Vergrößern  Massenspeicher: Windows XP und Vista stellen jeweils nur die mit FAT formatierte Partition der Festplatte dar und weisen dem Volume einen Laufwerksbuchstaben zu.

Auch wenn Macs und Windows-PCs in einem gemeinsamen Netzwerk arbeiten, ist es oft sinnvoll, eine mobile Festplatte für die wichtigsten Daten beider Systeme zu haben. Während Windows XP neben dem Dateisystem NTFS (NT File System) zusätzlich das ältere FAT (File Allocation Table) unterstützt, nutzt Vista für das Startvolume nur NTFS, akzeptiert aber Massenspeicher, die unter FAT formatiert sind. Das am Mac übliche HFS beziehungsweise HFS+ oder Unix-Filesysteme unterstützen die beiden Windows-Varianten nicht, man kann aber Zusatzprogramme unter Windows installieren, wenn man häufiger Zugriff benötigt.

Im Gegensatz zu Windows versteht sich der Mac auch auf andere Dateisysteme. Das modernere NTFS kann Mac-OS X lesen, allerdings keine Daten auf das Volume schreiben. Das ältere FAT 32 wird hingegen voll unterstützt.

Will man eine Festplatte anschaffen, die an allen Systemen arbeitet, sollte man sie unter Mac-OS X mit Hilfe des Festplatten-Dienstprogramms partitionieren und eine Partition als „Mac OS X Extended (Journaled)“, auch als HFS+ bekannt, eine als „MS-DOS Dateisystem“ formatieren. Am Mac kann man anschließend beide Partitionen sehen und verändern.

Schließt man die Festplatte unter Windows XP oder Vista über USB-2.0 oder Firewire an, stellt Windows nur die mit FAT formatierte Partition dar, das Mac-Volume wird einfach ignoriert. Die externe Festplatte bekommt automatisch einen Laufwerksbuchstaben zugeteilt und steht als Speicher zur Verfügung.

Die genannten Massenspeicherfunktionen gelten übrigens für „echte“ Windows-PCs ebenso wie für solche unter Boot Camp oder Parallels Virtualisierungs-Umgebung.

iPod und andere

Multitalent: Wird der iPod unter Windows eingerichtet, lässt er sich auch unter Mac-OS X betreiben.
Vergrößern Multitalent: Wird der iPod unter Windows eingerichtet, lässt er sich auch unter Mac-OS X betreiben.

Ein iPod von Apple ist – wie andere Geräte des Genres – technisch ein externes Volume. Aus diesem Grunde gelten hier dieselben Regeln, wie für Massenspeicher. Im Gegensatz zu Billig-MP3-Playern, die fast immer nur mit Windows-Software ausgeliefert werden und unter FAT laufen, beherrscht der iPod beide Filesysteme. Deshalb gilt dasselbe wie bei Festplatten. Ein unter iTunes für Windows eingerichteter iPod arbeitet als FAT-Volume unter Windows und am Mac. Ein am Mac eingerichteter iPod aber nur unter Mac-OS X. Wer seinen iPod unter beiden Systemen nutzen will, weil er etwa Backups der Musik auf beiden Systemen anlegen möchte oder den Player auch als Volume plattformübergreifend nutzen will, sollte ihn unter Windows einrichten. Die „Befüllung“ mit Musik kann dann alternativ auch an einem Mac erfolgen.

Drucker

Einfach: Mithilfe von Bonjour für Windows ist die Nutzung des USB-Druckers über das Netzwerk mit drei Klicks erledigt.
Vergrößern Einfach: Mithilfe von Bonjour für Windows ist die Nutzung des USB-Druckers über das Netzwerk mit drei Klicks erledigt.

Wer über einen Postscript-Netzwerkdrucker mit Ethernet-Anschluss verfügt, kann diesen auch in gemischten Netzwerkumgebungen ohne Probleme vom Mac oder Windows-PC aus nutzen. Seit Jahren liefern die meisten Hersteller die teureren Netzwerkdrucker mit Treibern für beide Systemwelten aus. Netzwerkdrucker verfügen über eigene „Intelligenz“ und wissen mit den Druckaufträgen umzugehen.

Nicht ganz so einfach verhält es sich bei den meist erheblich preiswerteren Druckern mit USB-Anschluss. Sie bekommen die aufbereiteten Druckdaten vom Mac oder Windows-PC. Auf dem Rechner liegt auch die „Warteschlange“ mit den noch anstehenden Druckaufträgen. Die Drucker sind rechnergebunden, folglich sollte ein geeigneter Treiber im Lieferumfang des Druckers sein.

Damit ein USB-Drucker allen im Netzwerk zur Verfügung steht, muss auch der Rechner, mit dem er verbunden ist, eingeschaltet sein. Schließlich liefert der Rechner die „Intelligenz“ des Druckers, die bei den oben genannten Netzwerkdruckern in dem Ausgabegerät untergebracht ist.

TIPP Zwar lassen sich fast alle Drucker – auch solche ohne offizielle Mac-Unterstützung – unter Mac-OS X betreiben, oft jedoch machen Einrichtung und Betrieb erhebliche Probleme. Bei Neuanschaffungen sollte man darauf achten, dass beide Betriebssysteme unterstützt werden, dann hat man später die freie Wahl, welches System als Druckserver fungiert.

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