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Maxworld Moody oder: Das zweite Leben des Thomas H.

24.01.2007 | 16:18 Uhr | Thomas Hartmann

Die Zukunft hat begonnen - in Second Life existiert man als Avatar wie mit einem zweiten Ich.

Alter Ego alias Avatar alias Maxworld Moody alias – Ich
VergrĂ¶ĂŸern Alter Ego alias Avatar alias Maxworld Moody alias – Ich

”Case schloss die Augen. Fand den geriffelten EIN-Schalter. Und in der blutgeschwĂ€ngerten Dunkelheit hinter den Augen wallten silberne Phosphene aus den Grenzen des Raumes auf, hypnagoge Bilder, die wie ein wahllos zusammengeschnittener Film ruckend vorĂŒberzogen. Symbole, Ziffern, Gesichter, ein verschwommenes, fragmentarisches Mandala visueller Information.”

Alte, leider tote Bekannte aus Star Trek. Zum Gedächtnis in der virtuellen Kirche
VergrĂ¶ĂŸern Alte, leider tote Bekannte aus Star Trek. Zum Gedächtnis in der virtuellen Kirche

Mit diesen Worten beginnt die Einleitung zum vielleicht bedeutendsten Roman ĂŒber den Cyberspace, der das Genre zugleich in dieser Form begrĂŒndete: Neuromancer von William Gibson, der ĂŒbrigens bekennender Apple-User ist. Das Buch erschien 1984 und schildert eine immer noch detaillierte Version der virtuellen RealitĂ€t, die bislang unerreicht ist. Gleiches gilt fĂŒr die Beschreibung des ”Metaversums” im epochalen Cyberpunk-Roman Snow Crash von Neil Stephenson (bekannt auch fĂŒr sein gegenĂŒber grafischen OberflĂ€chen als Betriebssystem und damit auch Mac-kritischen Buch Die Diktatur des schönen Scheins ) - dieser Band hat zweifellos die Gestaltung des Second Life unmittelbar beeinflusst, obwohl auch diese Vision weit ĂŒber alles hinaus geht, was man sich bislang als realisierbar vorstellen kann. Doch die AnfĂ€nge sind gemacht, die Zukunft in dieser Hinsicht hat begonnen. Das zeigt eindrucksvoll die Online-Lebenssimulation Second Life (abgekĂŒrzt SL), in die ich mich im Auftrag von Macwelt fĂŒr ein paar Tage begab.

Screenshot-Galerie Second Life

Macwelt Marktplatz

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