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May 4th: Klänge einer weit, weit entfernten Galaxie auf dem Mac

04.05.2022 | 14:15 Uhr | Thomas Hartmann

Skywalker Sound setzt für seine Produktion von Star-Wars-Filmen stark auf Macs und iPads. Apple schildert ausführlich die Hintergründe.

Star Wars lebt und tönt in Kalifornien. Zumindest finden dort die aufwändigen Sound-Produktionen für das riesige Merchandising rund um Luke Skywalker und die zahlreichen anderen Helden und statt. Passenderweise heißt die von George Lucas konzipierte riesige Anlage in Nicasio, Kalifornien ”Skywalker Ranch”. Das wichtigste Standbein der Ranch ist Skywalker Sound, wie Apple in einem ausführlichen Artikel schildert . Dies ist demnach eine ”Einrichtung der Extraklasse” für Sounddesign, Schnitt, Mischung und Audio-Postproduktion. Der rund 14.000 Quadratmeter große, rote Backsteinbau, der von Weinbergen und dem künstlich angelegten Ewok-See umgeben ist, stehe wie ein Denkmal für die von Lucas oft wiederholte Maxime, dass der Ton mindestens 50 Prozent des Filmerlebnisses ausmacht.

Das Soundminer-Soundbibliothek-System umfasst die ständig wachsende Bibliothek von Skywalker Sound mit fast einer Million Sounds. 

Die Power von 130 Mac-Pro-Racks

Mit der Leistung von etwa 130 Mac-Pro-Racks sowie 50 iMacs, 50 Macbooks Pro und 50 Mac Mini, auf denen Pro Tools als Hauptaudio-Anwendung läuft, sowie einer Flotte von iPad-, iPhone- und Apple TV-Geräten ”treibt Skywalker Klangkunst voran und definiert die Branche neu”, wie Apple jubelt.

Ben Burtt, legendärer Sounddesigner der Original ”Star Wars“-Filme, sagt, dass er vor langer Zeit mit Macintosh SE und der Textverarbeitung dort angefangen habe, die dort erlernten Fähigkeiten habe er leicht auch auf den Schnitt von Sounddateien übertragen können. Er schildert auch den komplexen Vorgang des digitalen Tonschnitts auf Macs mit Final Cut.

Dabei setzt man nicht nur auf Hightech, sondern nutzt gern auch ältere Apple-Geräte, die eigene Möglichkeiten bieten. Auch Außenaufnahmen in der Natur nutzt man sehr häufig und ist dann froh, wenn man ein Macbook Pro oder ein iPad bei sich führt, um direkt aktiv zu werden und auch beim Drehen gleich die Wirkung von Sounds überprüfen zu können, ohne erst umständlich ins Studio zurück zu müssen.

Mac-Geräusche wie bei Droiden und Lichtschwertern

Auch die typischen Mac-Geräusche, die man mit Apple assoziiert — wie der kultige Gong in Fis beim Einschalten eines Macs, das Rauschen einer ausgehenden E-Mail — sollen eine wesentliche, grundlegende Eigenschaft mit vielen der bekanntesten Geräusche aus Star Wars gemeinsam haben, nämlich die der Aktivierung. Etwa, wenn ein Droide im Leerlauf mit Warnungen und Pieptönen zum Leben erwacht, oder wie der elegante, ausgeschaltete Griff eines Lichtschwerts plötzlich zu leuchten beginnt und anderes mehr.

Allerdings habe Ben Burtt gerade in der Frühzeit von Star Wars ”ausschließlich natürliche Geräusche für Science-Fiction-Filme verwendet“, sagt Gary Rydstrom, siebenfacher Oscar-Preisträger, der 1983 bei Lucasfilm angefangen hat. ”Er hat die Sounds im Star Wars-Universum düster und realistisch gehalten, basierend auf realen Geräuschen, die man zu etwas manipulieren konnte, das man noch nie zuvor gehört hatte, was sehr inspirierend gewesen ist.“

Solche und weitere interessante Details erfährt man in dem ausführlichen Artikel, der viele Hintergründe der Soundproduktion für Star Wars damals wie heute mit und ohne Macs beleuchtet.

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