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Mehr Mac - Rechner digital erweitern

09.03.2001 | 00:00 Uhr |

MP3-Player, PDAs und Digitalkameras sind nur einige digitale Helfer, die man an seinen Mac anschließen kann. In einigen Fällen lassen sich sogar PC-Produkte am Mac betreiben. Wie man den Mac mit Kamera und Co richtig erweitert, zeigt unser großer Praxistest.

Dass der Mac der bessere Computer ist, daran liegt Apple-Boss Steve Jobs einiges. Während im letzten Jahr Digitalkameras, MP3-Player und Palm-Organizer ihren Eroberungsfeldzug in die privaten Haushalte starteten, hat sich Apple überlegt, wie man den Mac optimal mit den neuen Spaßmachern verbinden kann. Erstes Ergebnis: Die Videosoftware iMovie verwandelt Macs in digitale Schneidemaschinen. Zweites Ergebnis: MP3-Musik und Macs sollen dank Apples letztem Software-Hit iTunes eine Einheit darstellen. Via Mac lädt man sich die Musik aus dem Internet herunter oder komprimiert Musik-CDs im MP3-Format und legt die Songs auf der Festplatte ab. Der Vorteil: Als Selfmade-DJ beschallt man mit seinem Mac nicht nur die eigenen Büroräume, sondern auch die U-Bahnen. Mobile MP3-Player erkennt iTunes nämlich automatisch und überträgt die Songs per Mausklick.

Die Revolution, die Jobs typisch amerikanisch "digital lifestyle" nennt, macht bei Musik und Video jedoch nicht Halt. Auch Bilder lassen sich im Mac besser aufbewahren als in Fotoalbums. Vorausgesetzt, man bevorzugt digital statt analog. Die besten Digitalkameras für den Mac haben wir in der Macwelt-Ausgabe 3/2001 ab Seite 46 getestet. Das Macwelt-Testcenter empfiehlt derzeit die Nikon Coolpix 880, die 3,3 Megapixel für 1800 Mark bietet. Auf Seite 124 der aktuellen Ausgabe 4/2001 zeigen wir, wie man seine Daten zwischen Kamera und Mac verschiebt und welche Speichermedien am Mac und mit der Kamera funktionieren.

Schließlich haben wir noch über den Tellerrand geschaut und Organizer und Handys an den aktuellen Macs getestet. Fazit: Macs können mehr, als man glaubt. Wer bisher dachte, dass Palm und Visor die einzigen Alternativen für Mac-Manager sind, kann sich über die neue Vielfalt freuen. Sowohl Nokia als auch Psion bieten Organizer mit Mac-Schnittstelle an. Wie man den Palm und den Visor an den Mac anschließt, verraten wir auf den Seiten 127 und 128.

Alles drin: Irda, USB, Firewire

Der Aufbruch in die neue "Lifestyle"-Welt hat bereits begonnen. Wer sich in den letzten drei Jahren einen neuen Mac gekauft hat, besitzt in der Regel alles, was man für Musik, Video und Kommunikation am Mac braucht. Zum Vergleich: Der Windows-PC-Besitzer kann zwar mittlerweile auch stolz auf einen USB-Anschluss an seinem Computer zeigen, bei der Frage nach einem Firewire-Anschluss weicht das siegessichere Lächeln jedoch einem fragenden Stirnrunzeln. Der Macintosh-User zeigt sich dagegen unbeeindruckt. Bevor man sich jedoch in den nächsten Mediamarkt begibt und seinen Einkaufswagen mit einem MP3-Player, Digitalkameras und einem Mac-tauglichen Handy zupflastert, sollte man dennoch die Systemanforderungen vergleichen.

USB für Digitalkameras und PDAs

Beim Systemcheck kann sich getrost zurücklehnen, wer auf seinem Rechner Mac-OS 8.6 oder neuer installiert hat. Benutzer, die noch mit System 7.5.x oder Mac-OS 8 arbeiten, sollten vor dem Update prüfen, ob ihr Rechner für die digitalen Gegenstellen ausgerüstet ist. So bieten etwa Digitalkameras USB-Anschlüsse an. Liest man die Produktbeschreibungen der Geräte genau, tauchen auch ältere serielle Schnittstellen auf. Gerade hier bietet etwa ein Power Mac 6100 alles, was man benötigt.

TIPP Wer sich im Internet bei www.yahoo. de oder www.ebay.de im Auktionsbereich umschaut, findet ältere Digitalkameras oder PDAs, die nur mit einer seriellen Schnittstelle ausgerüstet sind. Sie funktionieren zuverlässig an älteren Power Macs.
Wer lieber auf ein Neugerät setzt, kommt in der Regel an USB nicht vorbei. Eine USB-Erweiterungskarte von Keyspan macht bei einem älteren Power Mac dann Sinn, wenn man viel Geld in zusätzliche Hardware investiert hat, die auf einem neuen Mac nicht oder nur teilweise funktionieren würde. In diesem Fall ist es sicherlich günstiger, den "alten" Mac über die serielle Schnittstelle oder die USB-Erweiterungskarte einzusetzen. Muss man jedoch auch die Systemsoftware aktualisieren, kommt man meist nicht um mehr RAM-Speicher und eine größere Festplatte herum.

TIPP Als Grundregel gilt: Kostet der Ausbau des alten Mac mehr als 500 Mark, lohnt sich die Anschaffung eines neuen Mac. Dann profitiert man auch von Apples "digitaler Revolution" und den Produkten iMovie, iDVD und iTunes.

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