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Mehr als Word

27.04.2007 | 08:30 Uhr |

Unsere dritte Kategorie ist Software, die deutlich weniger als Word bietet, wenn es um die Formatierung von Texten geht. Dafür glänzen Programme wie Ulysses von Blue-Tec mit einer Oberfläche, die einfach zu durchschauen ist und dem Schreiber eher einlädt mit dem Text zu arbeiten.

Ulysses 1.5
Vergrößern Ulysses 1.5
© 2015

Klarer Sieger beim Vergleich von Editoren für Vielschreiber ist Ulysses von der deutschen Firma Blue-Tec. Die Oberfläche ist zwar sehr simpel gestrickt - im wesentlichen hat meinen Editor vor sich, der mehrere Dokumente in Tabs öffnen kann und zu jedem Dokument einen Notizbereich bietet. Doch spätestens seit Version 1.5 funktioniert der Export zu Word oder RTF sehr gut und die Vollbildansicht eines Textdokumentes ist vorbildlich. Wer sich in Ulysses ganz auf den Text konzentrieren will, drückt die Kombination Befehltaste-F und sieht dann nur noch gelbe Buchstaben auf schwarzem Grund und auf Wunsch einen Zeichenzähler.

Textedit 1.4
Vergrößern Textedit 1.4
© 2015

Textedit von Apple ist zwar simpel gestrickt, doch damit geht eben einher, dass man nicht mit ungewöhnlichen oder komplexen Paletten oder Befehlmenüs ringen muss. Außerdem bremst nur wenig die Arbeit - Textedit arbeitet deutlich schneller als Pages. Beim Import des Word-Dokumentes arbeitet Textedit nicht schlecht, allerdings muss man ohne die Bilder auskommen.

Avenir 2.3.3
Vergrößern Avenir 2.3.3
© 2015

Avenir ist ebenfalls einfach zu bedienen, allerdings rührt diese Schlichtheit zum Teil auch daher, dass die Software noch weniger Funktionen hat als Textedit oder Ulysses. Allerdings erfreut uns ein Fenster, das Wortwiederholungen zeigt und ein grafischer Tages-Zeichen-Zähler. Da aber die Lokalisation Schwächen hat und wir beim Import von Texten kläglich scheitern, landet Avenir auf dem letzten Platz.

Scrivener 1.0
Vergrößern Scrivener 1.0
© 2015

Die Aufzählung der Textverarbeitungen für Vielschreiber wäre aber nicht vollständig, würde man nicht Scrivener von Literature and Latte erwähnen. Das Grundkonzept der bisher nur in Englisch erhältlichen Software ähnelt sehr stark Ulysses, allerdings findet man einige sehr praktische Funktionen für Vielschreiber: Es gibt einen Dokumentationsbereich, in dem man grafische Querverweise auf praktisch jede Art von Dokumente legen kann. Zurück bei den Texten kann man sich dann die Recherche in einem Teil des Hauptfensters anzeigen lassen, oder sie auf einer Art virtueller Pinnwand unterbringen. Wie in Avenir gibt es einen grafischen Tages-Zeichen-Zähler, aber zusätzlich ein Werkzeug, mit dem man wichtige Passagen im Text gelb markieren kann und vieles mehr. Wenn die Software lokalisiert wird, bekommt Ulysses einen starken Konkurrenten.

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