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Mehrere Patente: Apples AR-Headset nimmt Form an

13.03.2020 | 11:37 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

In einer Serie der neuen Patente hat Apple etwas genauer beschrieben, wie man sich in Cupertino ein AR-Headset vorstellt.

Patente: Das nächste große Ding von Apple könnte in diesem oder dem nächsten Jahr ein AR-Headset werden. Darauf deuten etliche Äußerungen aus Cupertino selbst hin und eine Reihe von Patenten, die sich Apple rund um die Technik der Augmented Reality gesichert hat.

Eine Reihe neuer Patentanträge Apples zu dem Thema hat nun das US-Patent- und Markenamt veröffentlicht. Daraus wird unter anderem klar, welche Lösung Apple für das Aufladen der Brille gefunden hat: In dem Band, welches das Set auf dem Kopf hält, sind Ladespulen für induktives Aufladen integriert. Die Gegenstücke sind in einem Ständer untergebracht, an den man das Headset hängt, wenn es nicht in Betrieb ist. Ein Kabel wird so entfallen, die Erfinder sehen zudem noch ein System von Magneten vor, die helfen werden, die Spulen in der Brille genau gegenüber den Spulen im Ständer zu platzieren und so eine effektive Energietransmission zu gewährleisten. Etwas Vergleichbares findet sich bereits in dem Ladegerät der Apple Watch: Die Ladescheibe ist perfekt auf die Watch abgestimmt, ein kleiner Magnet schnapp beim Auflegen zu, sodass die Watch perfekt ausgerichtet ist.

Da die potentiellen Kunden alle unterschiedliche Köpfe haben, eine AR-Brille aber genau sitzen muss, beschreibt ein anderes Patent, wie unterstützende Strukturen den Sitz des Headsets regeln. Dazu haben sich die Erfinder ein komplexes System aus Schnallen, Gurten und Unterstützungkissen überlegt, die an der Stirn, an den Wangenknochen und an den Schläfen befestigt werden. So wollen die Erfinder sicherstellen, dass das Headset für die unterschiedlichen Köpfe passt.

Für die Vermessung des Raumes und die Positionsbestimmung darin will Apple Ultraschallsensoren einsetzen, wie ein drittes Patent beschreibt. Bei einer Kamera gibt es beispielsweise Probleme mit einer genauen Feststellung der Gegenstände etwas weiter weg vom Nutzer. Auch Spiegel verursachen oft Probleme. Apples AR-Brille macht ihre Träger mit den Ultraschallsensoren gewissermaßen zu Fledermäusen. Der Sensor sendet ein Signal aus und das System berechnet die Zeit, die das Signal gebraucht hat, zurückzukehren und damit auch die Entfernung zum Gegenstand.

Wie immer muss man anmerken, dass die Forschung bei Apple und jede Menge registrierter Patente noch nicht garantieren, dass das Produkt jemals in die Produktion geht. Siehe Fall Apple Auto.

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