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Microsoft besticht derzeit nicht mit großen Ideen

13.09.2011 | 09:25 Uhr |

Microsoft besticht derzeit nicht mit großen Ideen

CIO.com: Erklärt der Mangel an visionärer Führungsstärke die offensichtliche Schwäche bei Microsoft, innovativ zu sein?

Visionär (links oben), kein Visionär (rechts unten). Microsoft-Chef Steve Ballmer besticht nicht durch innovative Ideen.
Vergrößern Visionär (links oben), kein Visionär (rechts unten). Microsoft-Chef Steve Ballmer besticht nicht durch innovative Ideen.
© Rene Schmöl

Walker: Bill Gates war mal der Steve Jobs von Microsoft. Sein Nachfolger ist längst nicht so visionär wie er, sondern eher ein ausführendes Organ. Ich möchte kein Urteil über Steve Ballmer fällen, aber man muss sich die Ergebnisse seiner Arbeit nur anschauen: Durch große Ideen besticht Microsoft derzeit eher nicht.

CIO.com: Was können CIOs von der Führungspersönlichkeit Steve Jobs und von Apple lernen?

Walker: Die meisten CIOs neigen dazu, auf der operativen Ebene zu verharren, obwohl sie mit strategischen Vorschlägen am Entscheidertisch Platz nehmen sollten. Technologie ist längst ein strategisches Werkzeug jedes Unternehmens.

Lektionen in Marketing würden nicht schaden

CIOs müssen kreativer und visionärer werden. Sie sollten Ideen einbringen, wie man Technik verwenden kann, um Marken nach vorne zu bringen und die Performance des Unternehmens zu verbessern. Es täte nicht schaden, wenn CIOs dafür ein paar Lektionen in Marketing belegen würden.

Apple hat gezeigt, dass Technik cool sein kann. CIOs müssen herausfinden, wie auch sie ihre Technik cool machen können. Dazu ein Beispiel: Einer meiner Kunden bei Disney, ein Techniker, hat zusammen mit dem CEO einen Spiegel für Retail-Stores entwickelt. Ähnlich wie bei Schneewittchens "Spieglein, Spieglein an der Wand" sehen sich junge Mädchen im Spiegel in einem Prinzessinnen-Outfit. Das wurde schnell zum populärsten Produkt in den Läden. Das meine ich. Das müssen CIOs aus ihrer Technik machen.

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