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Microsoft programmiert für den Mac

19.01.2009 | 08:34 Uhr | Peter Müller

Microsoft programmiert für den Mac

Hello! Ein Stern geht auf...
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Eine Softwareschmiede aus dem Bundesstaat Oregon namens Microsoft stellte mit als erste Programme für den neuartigen Computer bereit - und feiert dieser Tage das 25jährige Bestehen seiner MacBU. Im Vorfeld der Mac-Premiere war Apple fleißig bei Softwareherstellern hausieren gegangen. Während das Lisa-Projekt im Jahr zuvor wegen des hohen Preises der Rechner und des Mangels an Programmen gescheitert war, lief der Mac nicht in diese Falle. Die Verkaufszahlen entwickelten sich zunächst zögerlich, Apple verdiente mit seinem Dauerbrenner Apple II aus dem Jahre 1977 weit mehr als mit der neuen Kiste. Im ersten Jahr verkaufte Apple 300.000 Macs, die in der zweiten Jahreshälfte ein Speicherupgrade erfahren hatten und nun mit 512 Kilobyte RAM zur Auslieferung kamen. Bis Ende 1985 waren erst 500.000 Geräte verkauft, die Millionengrenze durchbrach Apple erst am 17. März 1987, als der Mac Plus das aktuelle Modell war. Wir vergleichen das mal mit dem iPhone: Das millionste Handy hat Apple 74 Tage nach dessen Premiere verkauft , vom iPhone 3G gingen schon am ersten Wochenende eine Million Geräte über die Ladentische .

Jef Raskin, 1943 - 2005
Vergrößern Jef Raskin, 1943 - 2005

Steve Jobs als Vater des Mac zu ehren, ist nicht korrekt. Der Apple-Mitgründer und heutige CEO war erst 1981 zum Mac-Projekt gestoßen, das 1979 der 2005 verstorbene Jef Raskin angestoßen hatte. Jobs wollte den Codenamen gar in "Bicycle" ändern, konnte diese Idee glücklicherweise nicht durchsetzen. Es ist ja auch viel logischer, einen Apple-Computer nach einer Apfelsorte zu benennen. Nur heißt diese ja McIntosh. Die "falsche" Schreibweise hatte einen profanen Grund: Raskin fürchtete zurecht Markenstreitigkeiten mit dem Hersteller von Hi-Fi-Geräten McIntosh Laboratory, wie Owen Linzmayer in seinem wunderbaren Buch "Apple - Streng vertraulich" darlegt. Rechtzeitig vor der Markteinführung des Mac, der beinahe offiziell MAC (Mouse Activated Computer) hätte heißen müssen, konnte Apple die Marke für einen bis heute nicht bekannten Betrag übernehmen. McIntosh ist auch heute noch aktiv und verkauft Anlagen für Audiophile, alle ohne iPod-Anschluss.

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