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Microsofts neue Konsole Xbox 360 läutet eine neue Ära ein

21.11.2005 | 10:45 Uhr |

Unterdessen wird spekuliert, ob dem weltgrößten Softwarekonzern mit der Strategie des weltweiten Starts der große Wurf gelingen wird. Bereits vor rund zwei Wochen gab es erste Meldungen darüber, dass in einigen Internet-Kaufhäusern die Konsole bereits Wochen vor dem offiziellen Start vergriffen sei. US-Händler warnten, sie könnten zum Verkaufsstart möglicherweise nicht genügend Geräte vorrätig haben, um alle Kundenwünsche zu befriedigen. Und bei eBay ging so manches Gebot für den digitalen Kraftprotz bis weit über 4000 Dollar - bei einem Preis von 399 Dollar bereits für die Premium-Version mit drahtlosem Controller, externer Festplatte, Headset und Fernbedienung. Die Basis-Ausführung kostet 299 Dollar.

Jüngste Spekulationen in der Spieler-Szene reichten bis zu einer Art Verschwörungstheorie, wie der “Seattle Post-Intelligencer” am Freitag berichtete: Könnte Microsoft die Lieferungen zurückhalten, um künstlich den Eindruck einer außerordentlichen Nachfrage zu erzeugen? Das sei “lächerlich”, entgegnete Xbox-Manager Peter Moore. Microsoft wolle ganz im Gegenteil so viele Einheiten verkaufen wie nur möglich.

“Sie haben damit wirklich keine weise Geschäftsentscheidung getroffen, meinte dazu Händler Craig Tozzolino aus Hazlet (New Jersey). Der Geschäftsmann erwartet, weniger als zehn Geräte am kommenden Dienstag in seinem Laden vorrätig zu haben. Doch allen Unkenrufen zum Trotz zeigt sich Microsoft zuversichtlich. “Ich glaube, wenn sich der Staub gelegt hat, wird es sich als richtig herausstellen, und es wird der übliche Weg werden, wie man in dieser Industrie eine Spielekonsole auf den Markt bringt”, sagt Moore. Immerhin hatte Microsoft frühzeitig vorgesorgt und das Gerät in drei großen Fabriken in Fernost produzieren lassen.

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