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Mindestanforderung Router

28.04.2007 | 09:00 Uhr

Mindestanforderung Router

Fritzbox Fon WLAN: Mit seinen VoIP-Routern ist die Berliner Firma AVM hierzulande klarer Marktführer. Das Modell 7170 etwa bietet sogar analogen und ISDN-basierten Anschluss und natürlich IP-Telefonie, integriertes Switch und eine WLAN-Basisstation.
Vergrößern Fritzbox Fon WLAN: Mit seinen VoIP-Routern ist die Berliner Firma AVM hierzulande klarer Marktführer. Das Modell 7170 etwa bietet sogar analogen und ISDN-basierten Anschluss und natürlich IP-Telefonie, integriertes Switch und eine WLAN-Basisstation.

Da Router heute neben den genannten Funktionen auch über ausgefeilte Firewalls verfügen, zudem über einen NAT (Network Address Translation) genannten Mechanismus die Adressen im lokalen Netz und somit den Zugriff von Neugierigen aus dem Internet zu unterbinden, sollte ein Router auf jeden Fall die Verbindung zum Internet per DSL regeln. Wer mehr als einen Mac im lokalen Netz betreibt oder über Internet-Telefonie nachdenkt, der sollte einen Router mit integriertem Hub anschaffen, bei dem die Ethernet-Ports die Verbindungsgeschwindigkeiten 10/100 MBit/s beherrschen. Die schnellste DSL-Variante bietet momentan theoretisch 16 MBit/s im Download, hier würde ein Switch, das lediglich 10 MBit/s leisten kann, schon bremsend wirken. Die zehnmal höhere Bandbreite von 100 MBit/s kommt in erster Linie der Kommunikation im internen Netzwerk zugute. Die meisten Router mit integriertem Switch bieten vier Ports. Wer mehr Endgeräte anzuschließen hat, kauft für 20 bis 30 Euro ein reines 10/100-Switch mit acht Ports und verbindet es einfach mit einem Port des DSL-Routers. Soll der DSLRouter auch als WLAN-Basisstation arbeiten, sollte die auf jeden Fall den Standard 802.11g unterstützen, mit theoretisch bis zu 54 MBit/s. Der alte Standard 802.11b bietet nur 11 MBit/s. Wer einen Router anschafft, der über ein integriertes ADSL-Modem verfügt, muss ebenfalls etwas aufpassen. Je nach der maximalen Datenübertragungsrate von ADSL muss das Modem unterschiedliche Standards unterstützen. Reine ADSLModems unterstützen bis zu 6 MBit/s im Download, ADSL2 bis zu 12 MBit/s und ADSL2+ schließlich bis zu 24 MBit/s. Da die Topangebote der DSL-Provider heute bereits 16 MBit/s umfassen, sollte ein integriertes ADSL-Modem den Standard ADSL2+ unterstützen. Je nach Ausstattung bekommt man einen geeigneten DSL-Router schon ab 70 Euro, für ein gut ausgestattetes Gerät sollte man 150 Euro anlegen.

VoIP-Router für SIP

Die in der aktuellen Werbung meist VoIP -Router genannten Produkte integrieren noch ein weiteres Bauteil im DSL-Router: einen Umsetzer von analogen oder sogar ISDN-Telefonsignalen auf den VoIP-Standard . Neben den genannten Schnittstellen der DSL-Router bieten sie dann noch Anschluss für ein handelsübliches Analogtelefon oder ein ISDN-Telefon beziehungsweise sogar eine ISDN-Nebenstellenanlage über einen S0-Bus. Die angeschlossenen Telefone oder Anlagen arbeiten dann auch als VoIP-Telefone. Im Webinterface zur Einstellung des Routers sind dann nur noch die Zugangsparameter zum SIP-basierten VoIPDienst einzugeben. Aktuell gibt es nur Lösungen für SIPVoIP, für Skype sind lediglich Telefone im Handel, die direkt mit einem Ethernet- Port am Router zu verbinden sind. Wer also noch ein analoges Telefon herumliegen hat, das er nicht benötigt, kann sich die Anschaffung eines VoIP-Telefons sparen, wenn er über einen derartigen Router verfügt.

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