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Mini, Air, Pro, Ultra, SE: Was Apples Bezeichnungen bedeuten

10.05.2022 | 15:00 Uhr | Halyna Kubiv

Apple hat knapp ein halbes Dutzend Bezeichnungen, um innerhalb einer Produktkategorie zu unterscheiden. Was diese bedeuten.

Was verbirgt sich hinter einem Nachnamen? In allen Produktlinien von Apple gibt es eine Mischung aus Air und Pro und jetzt auch Max und Studio, wobei jede Produktlinie unterschiedliche Funktionen bietet. Wir helfen Ihnen dabei, die Unterschiede zu verstehen.

Mini

In der Terminologie von Apple ist Mini meist kleiner, sowohl wörtlich als auch in Bezug auf die Leistung. Apple verkauft drei Produkte der Mini-Familie.

iPhone 13 Mini:  Kleines Display, mittlere Leistung und Ausstattung

Das iPhone 13 Mini ist eine kleinere Version des iPhone 13 mit demselben Prozessor, derselben Kamera und denselben technischen Daten (abgesehen von der Batterie). Es hat ein 5,4-Zoll-Display gegenĂŒber 6,1 Zoll beim iPhone 13 und eine etwas kleinere Batterie, aber ansonsten bedeutet Mini hier das, was man erwartet: kleiner.

iPhone 13 Mini
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iPad Mini:  Kleines Display, mittlere Leistung und Funktionen

Das iPad Mini ist im Wesentlichen eine kleinere Version des iPad Air – mit einer Ausnahme: Es wird vom A15 Prozessor des iPhone angetrieben, wĂ€hrend das iPad Air den gleichen leistungsstarken M1 Prozessor wie der Mac und das iPad Pro hat. Das iPad Mini hat ein 8,3-Zoll-Display (im Gegensatz zum 10,9-Zoll-Display des Air), aber alles andere ist gleich: 12-MP-Kameras, USB-C-Anschluss, 5G-Netzwerk und UnterstĂŒtzung fĂŒr den Apple Pencil der zweiten Generation.

Mac Mini:  Geringe GrĂ¶ĂŸe, Einstiegs- bis Mittelklasseleistung

Der Mac Mini ist der kleinste Desktop-Mac von Apple, etwa ein Drittel so hoch wie der Mac Studio. Er hat einen M1-Prozessor (im Gegensatz zu den wesentlich hochwertigeren M1 Max und M1 Ultra) und kostet etwa ein Drittel des Preises. Der Mac Mini der Spitzenklasse (Von seinem Kauf wĂŒrden wir abraten, solange er noch mit Intel-Chips ausgestattet ist) kostet fast genauso viel wie der Mac Studio der Einstiegsklasse, sodass sie fast perfekt zusammenpassen.

Man muss nicht lange suchen, um zu erkennen, woher der Mac Mini, links, seinen Namen hat.
VergrĂ¶ĂŸern Man muss nicht lange suchen, um zu erkennen, woher der Mac Mini, links, seinen Namen hat.

Air

Die Verwendung des Namens Air bei Apple ist ein wenig verwirrend. Das Macbook Air ist eindeutig ein Einsteigermodell, das iPad Air hingegen gehört eindeutig zur Mittelklasse. Und wÀhrend das Macbook Air das leichteste Mac-Notebook ist, ist das iPad Air nicht viel leichter als das iPad und das 11-Zoll iPad Pro.  

iPad Air:  Leistung der Oberklasse und Funktionen der Mittelklasse

Mit 679 Euro kostet das iPad Air etwas mehr als das gĂŒnstigste iPad, das bei 379 Euro beginnt. DafĂŒr bekommen Sie aber auch viel mehr fĂŒr Ihr Geld: ein Liquid Retina Display, einen M1-Prozessor, UnterstĂŒtzung von Apple Pencil 2, 5G, USB-C und eine Reihe von Farben: Space Grau, RosĂ©, Violett, Polarstern und Blau. 

Das iPad Air ist dünn und leicht wie das Macbook Air, aber es ist leistungsstärker als sein Name vermuten lässt.
VergrĂ¶ĂŸern Das iPad Air ist dĂŒnn und leicht wie das Macbook Air, aber es ist leistungsstĂ€rker als sein Name vermuten lĂ€sst.

Macbook Air:  Leistung auf Einstiegsniveau 

Das Macbook Air ist seit seiner EinfĂŒhrung im Januar 2008 ein fester Bestandteil von Apples Laptop-Produktpalette, aber Apple hat seit 2018, als es ein neues Design und ein Retina-Display erhielt, keine grĂ¶ĂŸeren Verbesserungen am Macbook Air vorgenommen. Obwohl das Macbook Air ursprĂŒnglich ein höherwertiges GerĂ€t war, ist das aktuelle Modell mit einem M1-Prozessor, 256 GB Speicherplatz, einem Magic Keyboard und einer enormen Batterielaufzeit fĂŒr 1.129 Euro recht gĂŒnstig. 

Pro

Pro ist die verwirrendste Bezeichnung im Sprachgebrauch von Apple. Es bedeutet eindeutig besser und manchmal das Beste, aber nicht alle Pro-GerĂ€te sind gleich. Das iPhone Pro und die Airpods Pro sind relativ erschwingliche Varianten ihrer Nicht-Pro-GerĂ€te, das 12,9-Zoll-iPad Pro ist jedoch ziemlich teuer, und der Mac Pro und das Pro Display XDR sind fĂŒr die meisten Menschen unerschwinglich. Und das 13-Zoll-Macbook Pro ist im Vergleich zu den 14-Zoll- und 16-Zoll-Modellen im Grunde ein Air oder ein SE.

M1 Pro im  Macbook Pro:  Leistung im mittleren Bereich

Im Dezember 2020 begann Apple mit dem M1-Chip den Umstieg auf seine eigenen Prozessoren. Nicht einmal ein Jahr spĂ€ter wurde der exponentiell schnellere M1 Pro fĂŒr das 14-Zoll- und 16-Zoll-MacBook Pro angekĂŒndigt, der fast doppelt so schnell ist wie der M1. Derzeit ist er nur im 14"- und 16"-Macbook Pro verfĂŒgbar, aber wir erwarten, dass er auch fĂŒr den Mac Mini erhĂ€ltlich wird.

Airpods Pro:  Hochwertiges Design und Funktionen

Die Airpods Pro sind eine von drei verschiedenen Arten von Airpods, die Apple verkauft, aber sie stehen fĂŒr sich allein. Im Gegensatz zu den gĂŒnstigeren Airpods-Modellen bieten die Airpods Pro eine aktive GerĂ€uschunterdrĂŒckung mit Transparenzmodus und einen sichereren Sitz als die normalen Airpods dank der Verwendung von SilikonaufsĂ€tzen. 

Airpods Pro
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iPhone 13 Pro:  High-End-Funktionen

Apple hat seine iPhone-Pro-Reihe mit dem iPhone 11 eingefĂŒhrt und jedes Modell hatte die gleichen Merkmale: eine bessere Kamera, einen besseren Bildschirm, eine Edelstahl-OberflĂ€che und eine grĂ¶ĂŸere 6,7-Zoll "Max"-Option. Das jĂŒngste iPhone 13 Pro brachte schließlich das glatte Design von Pro-Motion auf das iPhone sowie einen etwas besseren A15-Prozessor mit einer 5-Kern-GPU, eine bessere Batterielaufzeit und ein verbessertes Kamerasystem. Außerdem sind verschiedene Farben erhĂ€ltlich: Sierrablau, AlpingrĂŒn, Silber, Graphit und Gold.

iPad Pro:  Leistung und Funktionen der Oberklasse

Das iPad Pro gibt es in zwei GrĂ¶ĂŸen, wobei das 12,9-Zoll-Modell das "professionellere" der beiden Modelle ist. Das 11-Zoll-Modell hat ein Ă€hnliches Liquid-Retina-Display wie das iPad Air (allerdings mit dem Zusatz Pro-Motion), aber das 12,9-Zoll-Modell bietet ein Liquid-Retina-XDR-Display, das mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung fĂŒr bessere Helligkeit und Farbgenauigkeit sorgt. Ansonsten ist das iPad Pro dem iPad Air sehr Ă€hnlich, mit einigen leichten Verbesserungen: mmWave 5G, mehr Arbeitsspeicher und Speicheroptionen sowie ein Thunderbolt-3-Anschluss.

Macbook Pro:  Leistung im mittleren bis oberen Preissegment

Die Macbook-Pro-Familie umfasst ein breites Spektrum an Preisen, Leistung und Funktionen. Am unteren Ende gibt es das 13-Zoll Macbook Pro mit M1-Prozessor ab 1.449 Euro und am oberen Ende das 16-Zoll MacBook Pro mit Liquid Retina XDR-Display und M1-Pro-Prozessor ab 2.749 Euro, also fast doppelt so viel. Der Unterschied zwischen dem 13-Zoll- und dem 16-Zoll-Macbook Pro ist so groß, dass es schwer zu verstehen ist, wie sie beide denselben Nachnamen tragen können.

Macbook Pro
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Mac Pro:  Ultra-Profi-Leistung

Die Workstation von Apple hat seit 2019 kein nennenswertes Update mehr erhalten und kostet immer noch 5.999 US-Dollar. Mit einem Intel Xeon W-Prozessor mit bis zu 28 Kernen, bis zu 1,5 TB DDR4 ECC-Speicher in 12 DIMM-SteckplĂ€tzen und High-End-Grafikoptionen ist es sicherlich eine leistungsstarke Maschine. Er ist außerdem der einzige modulare Mac von Apple mit acht zugĂ€nglichen PCIe-SteckplĂ€tzen. Er ist langsamer als einige der M1-Macs von Apple, aber auch wesentlich erweiterungsfĂ€higer und attraktiver fĂŒr anspruchsvolle professionelle Benutzer.

Pro Display XDR Was es kostet:   5.499 bis 7.598 Euro
Was es bedeutet: Ultra-Profi-Leistung

Pro ist eigentlich der Vorname des Displays, aber es ist nicht weniger hochwertig als der Mac Pro. Das Pro Display XDR ist ein 32-Zoll-Retina 6K (Auflösung 6016 × 3384, 1.000 nachhaltige Nits Helligkeit und 1.000.000:1 KontrastverhĂ€ltnis), das am oberen Ende der verfĂŒgbaren 32-Zoll-Monitore beginnt, und das ist sogar noch bevor Sie teure Optionen wie Nano-Textur-Glas fĂŒr 1.000 Euro, einen Pro-Standfuß fĂŒr 1.099 Euro oder eine VESA-Halterung fĂŒr 219 Euro hinzufĂŒgen. 

Max

In den meisten FĂ€llen bedeutet Max grĂ¶ĂŸer – mehr Kerne, vollerer Sound, grĂ¶ĂŸerer Bildschirm.

M1 Max Was es kostet:   2.299 Euro bis 6.839 Euro
Was es bedeutet: Leistung der Oberklasse

Das M1 Max, das gleichzeitig mit dem M1 Pro im Oktober angekĂŒndigt wurde, verfĂŒgt ĂŒber eine viermal schnellere GPU als die des M1. Der Chip unterstĂŒtzt bis zu 64 GB Unified Memory und verfĂŒgt ĂŒber die doppelte Speicherbandbreite des M1 Pro und die sechsfache Bandbreite des M1 mit bis zu 400 GB/s. Lesen Sie mehr ĂŒber unsere Prognosen zur Zukunft der Apple Chips, um eine Vorstellung davon zu bekommen , was in den nĂ€chsten Jahren auf Sie zukommen wird.

Airpods Max:  Hochwertiges Design und Funktionen

Die kabellosen High-End-Ohrhörer von Apple bieten eine aktive GerĂ€uschunterdrĂŒckung und ein erstklassiges Design, haben aber auch einen hohen Preis. Außerdem sind sie mit 384 Gramm schwer, im Vergleich zu den mit vier Gramm deutlich leichteren Airpods und Airpods Pro. Außerdem haben die Airpods Max keinen 3,5-mm-Klinkeneingang, sodass Sie ein Lightning-auf-3,5-mm-Kabel kaufen mĂŒssen, wenn Sie sie ohne Bluetooth-Latenz genießen möchten.

Airpods Max
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iPhone 13 Pro Max:  Großes Display, Profi-Leistung

Das iPhone 13 Pro Max ist ein seltenes Produkt mit zwei Nachnamen und ist genau das, was sein Name schon sagt: Eine grĂ¶ĂŸere Version des iPhone 13 Pro. Mit einem 6,7-Zoll-Display im Vergleich zu einem 6,1-Zoll-Display ist das iPhone 13 Pro Max fĂŒr Menschen gedacht, die ein grĂ¶ĂŸeres und besseres Display, eine bessere Kamera und eine lĂ€ngere Batterielaufzeit wĂŒnschen. WĂ€hrend Apple dem Max in den vergangenen Jahren zusĂ€tzliche Funktionen hinzugefĂŒgt hat, ist das iPhone 13 Pro Max einfach nur grĂ¶ĂŸer.

Studio

Studio ist die Wiederbelebung eines Ă€lteren Namens und steht jetzt fĂŒr Profi-Leistung, ohne Ihr Budget komplett zu sprengen. 

Mac Studio Was es kostet:   2.299 bis 9.199 Euro
Was es bedeutet:  Profi-Leistung

Der kompakte Mac Studio wurde wĂ€hrend Apples "Peek Performance"-Veranstaltung im MĂ€rz in zwei Standardkonfigurationen angekĂŒndigt: ein Modell fĂŒr 2.299 Euro mit M1 Max (10-Kern-CPU), 24-Kern-GPU, 16-Kern-Neural-Engine, 32 GB RAM und 512-GB-SSD sowie eine Version fĂŒr 4.599 Euro mit M1 Ultra (20-Kern-CPU), 48-Kern-GPU, 32-Kern-Neural-Engine, 64 GB RAM und 1 TB SSD. Er ist wesentlich billiger als der Mac Pro, aber dank Apple Silicon genauso schnell wie diese Multi-Core Xeon W-Prozessoren zu einem Bruchteil des Preises. Berichten zufolge arbeitet Apple an einem neuen Mac Pro mit Apple Silicon, im Moment ist jedoch Studio der neue Pro, zumindest wenn es um Desktop-Macs geht.

Studio-Display Was es kostet:   1.749 bis 2.459 Euro
Was es bedeutet: Leistung im mittleren Bereich

Das 27-Zoll Apple Studio Display ist eine gĂŒnstigere Version des Pro Display XDR, aber wie der Mac Studio ist es trotzdem nicht billig. Es verfĂŒgt ĂŒber einen A13 Bionic Prozessor und lĂ€uft mit iOS, um seine 12-MP-Webcam mit Center Stage-UnterstĂŒtzung zu betreiben. Außerdem gibt es sechs integrierte Lautsprecher mit UnterstĂŒtzung fĂŒr Spatial Audio bei Verwendung von Dolby Atmos und das gleiche Nano-Textur-Glas wie beim vergleichbaren Profi-Modell.

SE

SE, genauer gesagt "Special Edition", hat bei Apple eine vergleichbare Konnotation wie "Studio" – solide Hardware mit teilweise neuesten Entwicklungen zu einem attraktiven Preis. 

iPhone SE:  Einsteiger-iPhone mit den neuesten Chips

Apples SE-iPhones waren immer eine Empfehlung wert: Immer noch billiger als die vorherigen Generationen wie das iPhone 11 oder iPhone 12, haben sie zum Verkaufsstart den neuesten Chip eingebaut bekommen, was ihnen eine recht lange Zukunftssicherheit bescherte. Das aktuelle SE folgt diesem Muster, setzt allerdings auf das Design von iPhone 8, einem Smartphone aus dem Jahr 2017. Vielleicht deswegen hat das aktuelle Modell etwas von seiner AttraktivitĂ€t eingebĂŒĂŸt. 

Apple Watch SE:  Einsteiger-Smartwatch mit abgespeckten Funktionen

Auch die Apple Watch SE sollte als ein Einstieg in die Welt von Apples Smartwatches dienen. Allerdings verkauft der Hersteller immer noch die Apple Watch 3, die preislich noch niedriger liegt. Das aktuelle Portfolio bei Apple Watches rĂŒckt die SE-Variante in eine seltsame Nische: teurer als die Einstiegs-Uhr, abgespeckter als die High-End Apple Watch 7, nicht wirklich ein attraktives Angebot, wie das mit iPhone SE 2 der Fall war. 

Ultra

Apple hat nur ein Ultra Produkt, aber es ist der schnellste und teuerste Chip, den das Unternehmen herstellt.

M1 Ultra Was es kostet:   4.599 bis 9.199 Euro
Was es bedeutet : Höchste Leistung

Und jetzt gibt es einen neuen Nachnamen: M1 Ultra. Dabei handelt es sich um eine Konfiguration aus zwei Max-Chips mit einer Bandbreite von insgesamt 2,5 TBit/s in der höchsten Konfiguration des Mac Studio. Wir wissen nicht, ob der Name Ultra in anderen Produkten verwendet wird – vielleicht in einem Mac Ultra –, aber wenn ja, können Sie davon ausgehen, dass es sich um das ultimative Flaggschiff handelt. 

Dieser Artikel stammt ursprĂŒnglich von unserer Schwesterpublikation " Macworld ". 

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