2650891

Mit Apple Watch statt Airtags Auto getrackt – verhaftet

28.03.2022 | 11:15 Uhr | Thomas Hartmann

Ein teurer Versuch, und dafür auch noch in den Knast, das ist die Erfahrung eines Users aus Nashville, Tennessee, der seine Ex-Freundin digital verfolgen wollte.

Lawrence Welch aus Nashville, 29, wurde am Freitag verhaftet und angeklagt, ein elektronisches Ortungsgerät an einem Fahrzeug angebracht zu haben, heißt es laut Apple Insider in einer eidesstattlichen Erklärung. Anders als in ähnlichen Fällen, über die wir ebenfalls schon berichteten , hat Welsh aber eine Apple Watch zur Ortung verwendet, anstatt ”wie üblich” ein Airtag zu benutzen.

Nach dem Bericht traf die Polizei in einem Family Safety Center ein. Der dortige Sicherheitsdienst hatte gemeldet, dass der Freund des Opfers aufgetaucht war, obwohl eine Schutzanordnung in Kraft war. Dem Opfer zufolge hatte sie bereits mehrfach Morddrohungen erhalten. Demnach hatte sie das Zentrum in der Vergangenheit schon öfter aufgesucht.

Wie sie der Polizei erzählt haben soll, haben sie und Welch Life360 benutzt, um den Standort des anderen im Blick haben zu können. Doch schon vor dem Besuch von Family Safety Centers in der Vergangenheit habe sie die App ausgeschaltet. So kam Welch offenbar auf die schlechte Idee, es über "Wo ist?" mit seiner Apple Watch zu versuchen.

Apple Watch am Rad befestigt

Laut Polizei sei Welch nach seiner Ankunft am Family Service Center nicht in das Gebäude gegangen, sondern direkt zum Auto der früheren Freundin. Dort habe er sich an ein Rad gehockt. Die Beamten entdeckten daraufhin an dem Auto eine Apple Watch, die an den Speichen befestigt war. Welch bestätigte, dass diese ihm gehört.

Laut dem Bericht war die Idee von Welch, die Deaktivierung der Life360-App auf dem Gerät seines Opfers zu umgehen, stattdessen seine Version auf der Apple Watch aktiv zu lassen in der Hoffnung, seine ehemalige Freundin auf diese Weise aufzuspüren.

Bereits früher, im Juli 2021, war Welch mit zwei Anklagen wegen häuslicher Gewalt konfrontiert. Im Dezember wurde er im Zusammenhang mit den Vorfällen verhaftet, war aber offenbar wieder auf freiem Fuß. Eine skurrile Geschichte – und keine gute Werbung oder ein Beispiel für den passenden Einsatz von Apple-Geräten wie der Apple Watch.

Wie man das Risiko, durch Airtags ohne eigene Kenntnis gestalkt zu werden, vermindert, haben wir ausführlich hier beschrieben

Macwelt Marktplatz

2650891