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Mobil ins Netz

21.06.2000 | 00:00 Uhr |

Mit einer neuen Übertragungstechnik will die Telekom-
Tochter T-Mobil (D1) eine neue Ära in der Mobilkommunikation
einläuten. Als weltweit erster Netzbetreiber gehe das Unternehmen
noch in dieser Woche mit GPRS (General Packet Radiko Service) an den
Start, teilte T-Mobil am Dienstag in Bonn mit. Damit wird das D1-Netz
eine Datenübertragung in ISDN-Geschwindigkeit bieten. Zum GPRS-Start
würden 75 Prozent der Fläche in Deutschland mit der neuen Technik
versorgt. Im Spätsommer soll sie dann nahezu bundesweit zur Verfügung
stehen. T-Mobil plant nach früheren Angaben, im Oktober an die Börse
zu gehen.

In die Aufrüstung des Netzes investierte die Telekom-Tochter den
Angaben zufolge insgesamt 300 Millionen DM (153 Mio Euro). Die neue
Technik gilt als ein wichtiger Baustein für die Einführung des
Mobilfunkstandards UMTS. Dieser neue Standard soll in wenigen Jahren
die mobile Datenkommunikation revolutionieren und das Handy
multimediafähig machen. Ende Juli werden die UMTS-Lizenzen in
Deutschland versteigert.

Der Technik-Chef von T-Mobil, Klaus Hummel, zeigte sich
zuversichtlich, dass das Unternehmen eine der begehrten Konzessionen
erhalten wird. Die Telekom werde damit über UMTS-Lizenzen in zwei
wichtigen Märkten verfügen: in Großbritannien (One2One) und in
Deutschland. Der deutsche Mobilfunkmarkt erlebe derzeit einen nie da
gewesenen Boom, sagte Hummel. Im vergangenen Jahr sei die Kundenzahl
im D1-Netz um 3,6 Millionen auf 9,1 Millionen gestiegen. Der gleiche
Zuwachs sei in diesem Jahr bereits in weniger als sechs Monaten
realisiert worden. Gegenwärtig telefonieren mehr als 13 Millionen
Kunden im D1-Netz.
dpa

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